Friday, 28 March 2014

Auction Furniture & Interior

» reset

Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk

Lot 920 / Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk

Detailabbildung: Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk Detailabbildung: Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk Detailabbildung: Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk Detailabbildung: Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk Detailabbildung: Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk

920
Konsol- und Spieltisch aus der bedeutenden Manufaktur Mathäus Funk

Höhe: 74 cm.
Länge (geschlossen): 90 cm.
Tiefe: 45 cm.
Seitenlänge (ausgeklappt): 90 x 90 cm.
Schweiz.

Catalogue price € 8.000 - 10.000

 

Vierbeiniger Konsoltisch, mit geschweiften Beinen, deren Fußspitzen als Bockhufe ausgebildet sind. Die geraden Zargen am Unterrand in Schweifung geschnitten. In zusammengeklapptem Zustand als Wandkonsoltisch verwendbar. Die Platte wandseits gerade, seitlich zu den Frontecken hin geschweift, an den Ecken im Halbrund vorziehend, entsprechend der als Spieltisch genutzten Unterseite. Gestell in massivem Nussholz, Platte in Nadelholz, in Nuss- und Nusswurzelholz furniert. Auf der Oberseite eingelegtes, rechteckiges, in Spiegelung versetztes Nusswurzelfurnier. Die rückwärtigen Beine durch Scherenmechanismus ausklappbar. Die Platte mit originalen Eisenscharnieren und handgefertigten Holzschrauben. Im aufgeklappten Zustand zeigt die nahezu quadratische Platte vier runde Ecktabletts mit kleiner Rundstab-Randerhöhung. Die Tabletts in Wurzelholz furniert, die Tischfläche mit braunem Leder bezogen, Randpunzierung in Form von gereihten Sternmedaillons. Die alte Politur erhalten und 2011 regeneriert. Altersentsprechend guter Originalzustand.

Anmerkung:
Mathäus Funk entstammte einer Berner Kunsthandwerkerfamilie deutscher Abstammung. Seine Werke sind mit denen des Ebenisten Abraham Roentgen aus Neuwied stilistisch vergleichbar und ebenso in hoher Qualität ausgeführt. Zunächst in Frankfurt und Paris ausgebildet, kehrte er 1724 nach Bern zurück und erhielt das Handwerkerrecht als "kunstreicher Ebenist und Vergolder". Zusammen mit seinen Familienmitgliedern führte er in Bern eine florierende Werkstatt, die weitgehend bekannt wurde. Werke der Manufaktur gelangten etwa in das "Blaue Haus" in Basel und andere Häuser des gehobenen Bürgerstands.

Literatur:
Hermann von Fischer, Die Kunsthandwerker-Familie Funk im 18. Jahrhundert, Bern, 1961, S. 127, hier ein identischer Tisch unter Nr. 238 abgebildet mit Provenienzangabe Grande Société, Bern. (961983)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.