Auction Old Master Paintings - Part I

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Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Detailabbildung: Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Detailabbildung: Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Detailabbildung: Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Detailabbildung: Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Detailabbildung: Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Detailabbildung: Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678
Josef Heintz d. J., um 1600 – um 1678

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Josef Heintz d. J.,
um 1600 – um 1678

DIE CACCIA AI TORI AUF DEM CAMPO DI SAN POLO Öl auf Leinwand.
61 x 91,5 cm.

Catalogue price € 120.000 - 150.000 Catalogue price€ 120.000 - 150.000  $ 144,000 - 180,000
£ 108,000 - 135,000
元 926,400 - 1,158,000
₽ 10,342,800 - 12,928,500

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Es ist eine Eigenart Josef Heintz d.J., dass in seinem Werk ein gewisser Eklektizismus vorherrscht, der einem gleichzeitigen Interesse an verschiedenen Stilen geschuldet ist, und der Tatsache, dass sich sein Schaffen mitunter auch an der jeweilig herrschenden Mode orientierte. So sind einerseits noch stark dem Manierismus verpflichtete Werke seiner Hand bekannt, andererseits dem durch den Dänen Bernardo Keilhau (1624-1687) in die Lagunenstadt eingeführten Naturalismus verpflichtete Werke, während gerade das hier angebotene Gemälde mit der Stierjagd im Campo San Polo von dem farcenhaften Impetus des Callot erfüllt ist – dadurch erhielt er auch den Beinamen „pittore di più pennelli“. Viele seiner Gemälde erinnern an die Holzschnitte Pieter Brueghels d.Ä. (um 1525-um 1569) und Jacques Callot (1592-1635) und in dem vorliegenden Gemälde erhält der Letztere in seiner Bedeutung den eindeutigen Vorrang.

Dargestellt ist hier die Jagd auf die Stiere auf dem Campo di San Polo, welche die gotisch-maurische Fassade des Palazzo Garzoni hervorhebt, der jedoch im frühen 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Es ist das beliebteste, aber auch das blutigste tradtionelle venezianische Fest, das während des Karnevals zelebriert wurde. Es war eine Hatz auf Stiere und oft auch Ochsen, zu denen die eingesetzten Hunden speziell ausgebildet wurden. Stiere, die sich losrissen, konnten unter den umherstehenden Schaulustigen eine – nicht immer ungewollte – Panik hervorrufen, die bei Zuschauern, die das Treiben auf Balkonen und von Fenstern aus beobachteten, natürlich ausblieb und in Belustigung umschlug. Ein weiteres Spektakel ist zu sehen: Turner nehmen an der Forze d‘Ercole teil, einem Wettkampf zwischen den Castellani und Nicolotti, deren Rivalität auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, bei dem es darum ging, mit Hilfe von Stäben eine menschliche Pyramide zu bauen.

Joseph Heintz d.J. war Sohn des Joseph Heintz d.Ä. (1564-1609) und war ab 1617 in der Werkstatt von dessen Schüler Matthäus Gundelach (um 1566-um 1653) tätig. 1621, bevor es Heintz nach Italien zog, besuchte er vermutlich auch die Werkstatt des bekannten Buchmalers Johann Matthias Kager (1575-1634), der bereits Schüler von Hans Rottenhammer in Venedig war. 1625 war er jedoch schon in Italien, namentlich in Venedig und Rom, tätig und führte sogenannte „capricciosissimi“ aus, also dramatische Gemälde, in denen Ungeheuer mit Heldendarstellungen kombiniert wurden. Im Jahr 1632 hielt er sich in Venedig auf, wovon das Votivaltarbild in der Kirche San Fantino zeugt. Von 1634 bis 1639 war er in der Zunft (Fraglia) der Maler eingeschrieben. Am 30. November 1655 wird der Maler zusammen mit Nicolas Régnier (1590-1667) beauftragt, die Sammlung von Giovanni Pietro Tiraboschi zu schätzen. Im Jahre 1663 gab Graf Czernin, Bevollmächtigter von Kaiser Leopold I, mehrere Werke bei ihm in Auftrag.

Provenienz:
Privatsammlung Vereinigtes Königreich. (1271582) (13)
 

Joseph Heintz the Younger,
ca. 1600 – ca. 1678
Joseph Heintz the Younger was the son of Joseph Heintz the Elder (1564-1609) and since 1617 he was active in the workshop of Matthäus Gundelach (ca. 1566-ca. 1653), a pupil of his father.
THE BULL HUNT IN CAMPO Di SAN POLO 
Oil on canvas.
61 x 91.5 cm.

This is a depiction of The Bull Hunt on Campo San Polo in Venice with the Gothic-Moorish façade of the Palazzo Garzoni, which was demolished in the 19th century. This is one of Venice’s most popular, but also its bloodiest traditional festivity of the Carnival season. The Bull Hunt entailed hunting bulls and sometimes also oxen with specially trained hounds. The depiction shows another spectacle: acrobats are taking part in a sports tournament, the “Forze d’Ercole”, a contest between the “Castellani” and the “Nicolotti”, whose rivalry dates back to the 12th century. This involved creating a human pyramid with the use of sticks.

Provenance:
Private collection, UK.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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