Thursday, 7. December 2017

Auktion 15th - 18th century paintings

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Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht
Detailabbildung: Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht
Detailabbildung: Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht
Detailabbildung: Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht
Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht

Lot 372 / Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht

Detailabbildung: Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht Detailabbildung: Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht Detailabbildung: Jan van Scorel, 1495 Schoorl – 1562 Utrecht

372
Jan van Scorel,
1495 Schoorl – 1562 Utrecht

Der Maler studierte in drei verschiedenen Schulen, so etwa bei Willem Cornelisz in Haarlem, bei Jacob Cornelisz van Oostsanen (um 1470-1533) in Amsterdam sowie bei Jan Mabuse Gossaert (um 1478-1532) in Utrecht. Einen wesentlichen Einfluss auf ihn hatte sein Aufenthalt in Nürnberg mit der Begegnung Albrecht Dürers (1471-1528) sowie Italien. Dabei hielt er sich 1522 - 1523 in Rom auf und kehrte erst um 1525 in die Niederlande zurück. Durch seine Lehr- und Studienzeit in Italien war er unter den holländischen Malern derjenige, der am meisten den italienischen Stil nach Norden trug.PREDIGT DES JOHANNES BAPTIST Öl auf Holz.
79 x 169 cm.
In geschnitztem, guillochiertem und ebonisiertem Holzrahmen.

Catalogue price € 100.000 - 150.000 Catalogue price€ 100.000 - 150.000  $ 113,999 - 170,999
£ 89,000 - 133,500
元 777,000 - 1,165,500
₽ 7,567,000 - 11,350,500

 

Das Tafelbild ist in betontem Breitformat ausgeführt. Dies vor allem in der Absicht die zahlreichen Figuren der Szenerie möglichst nahe an den Betrachter heranzubringen. So steht der eigentliche Bildgegenstand, der Prediger und seine Zuhörer, weit mehr im Fokus der Bildmitteilung, als wir dies etwa bei themengleichen Gemälden von Pieter Bruegel d. Ä. (um 1525-um 1569) kennen, in denen die Szenerie nur einen Teil in der sonst dominierenden Landschaft bildet. Nicht als zufällige Beobachtung aus der Ferne, sondern dem Betrachter möglichst nahe gebracht, steht hier Johannes der Täufer im Zentrum der Darstellung, leicht erhöht zwischen Baumstämmen, deren Kronen im oberen Bildrand nur angeschnitten wiedergegeben werden. Baumstämme bezeichnen und rahmen den eigentlichen Mittelpunkt der Szene. Im Vordergrund lagernde, kniende und stehende Personen, darunter am linken Bildrand ein Turbanträger, am rechten Bildrand ein Paar in Begleitung eines nackten Kindes, dazwischen zahlreiche sitzende und kauernde Personen, die der Predigt lauschen. Ein bärtiger Mann in der rechten Bildhälfte bildet mit seinem roten Mantel einen kompositorischen Schwerpunkt im Bild. Der Maler hat trotz der betonten Breite des Formates und der zahlreichen Figuren eine kompositorische Festigkeit durch einen Dreiecksaufbau geschaffen, nachvollziehbar durch die leuchtende kniende Figur in der linken Ecke, hinauf zur Standfigur des Predigers und wieder herab zu den größeren sitzenden Gestalten in der rechten Ecke. Farblich zeigt sich im Bild bereits der Einfluss des italienischen Manierismus.
AR.

Literatur:
Massimo Pulini, Lo Studiolo di Baratti, Cesena Galeria Communale d'Arte, vom 06.02.-11.04.2010, S. 50-51. (11312515) (6) (11)

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.