Thursday, 26 June 2014

Auction 16th - 18th Century Paintings

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Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642

Lot 188 / Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642

Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642 Detailabbildung: Jan Brueghel d. J., 1601 - 1678 in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens, 1578 - 1642

188
Jan Brueghel d. J.,
1601 - 1678
in Zusammenarbeit mit einem Maler aus der Nachfolge Frans Franckens,
1578 - 1642

GemäldepaarALLEGORIE DER VIER JAHRESZEITENsowie
ALLEGORIE DER VIER ELEMENTE
Jeweils Öl auf Holz. Parkettiert.
53,5 x 38,5 cm.

Catalogue price € 70.000 - 90.000

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Das zusammengehörige Gemäldepaar ist auch in kompositorischer Hinsicht auf die Zusammensicht der beiden Bildinhalte abgestimmt. So sind die Gemälde jeweils als Baumlandschaftsbild mit einkomponierter Figurengruppe aufgefasst. Dabei findet das Jahreszeitenbild einen Repoussoirabschluss am linken Bildrand durch einen hochziehenden, kräftigen Baumstamm mit ins Firmament hineinragenden Ästen sowie Zweigen mit Früchten. Im Zentrum zunächst im Hintergrund eine nach oben sich weitende Baumgruppe, an der sich links eine Waldlichtung nach hinten erstreckt, rechts ein Flusslauf mit Gebäuden am Ufer, wobei sich der Flusslauf im rechten Bild fortsetzt. Die vier Jahreszeiten sind allegorisch durch vier an einem gedeckten Tisch sitzende Personen wiedergegeben. Die Allegorie des Frühlings als rotgekleidetes junges Mädchen mit einem mit Blumen gefüllten Füllhorn in beiden Händen sitzt links am Tisch, rechts folgend, an der hinteren Schmalseite des Tischs, hebt die allegorische Gestalt des Sommers ein brennendes Herz hoch. Der Herbst ist links im Bild wiedergegeben, als Bacchus-Figur mit entblößtem Oberkörper mit rotem Umhang bekleidet, der Kopf bedeckt mit einer Weinblattkrone, in der rechten Hand hält er eine gefüllte Weintazza, die linke legt er um die Schulter der frühlingshaften Mädchenfigur. Rechts sitzt der Winter in Gestalt eines alten, langbärtigen Mannes in dunklem Mantel, der sich an einem Kesselfeuer die Hände wärmt. Der Tisch ist gedeckt mit Tellern, Salzfass sowie einem barocken Geflügelarrangement in Form eines Vogels mit hochgestellten Federn, wie dies in den Prunktafeln des Barocks häufig zelebriert wurde. Am Boden im Vordergrund entsprechende Früchte, die ebenfalls den vier Jahreszeiten zugeordnet werden können, wie etwa Kirschen, Melonen, Zitronen sowie Trauben für den Herbst und Rettiche für den Winter. Im Gegenstück setzt sich die Landschaft fort, auch hier bildet ein hochziehender Baumstamm die kompositorische Rahmung des Bildganzen der beiden Gemälde. In den oberen Zweigen rote Früchte, am Fuß des Stammes hochziehende, blühende Sträucher. Ganz entsprechend der linken Darstellung ist auch hier eine nach oben sich weitende Baumgruppe einkomponiert. Rechts davon ebenfalls wieder ein Durchblick auf eine Lichtung mit weiter hinten heller beleuchteten Laubbäumen. Die "Vier Elemente" sind hier sämtlich durch Frauengestalten dargestellt. Die allegorische Figur links im Vordergrund in rotem Kleid mit entblößten Schultern weist mit ihrer rechten Hand hinab zum Flussufer, davor entsprechend der Wassersymbolik am Ufer Krebse, Muscheln und Fische. Links weiter hinten ist die Allegorie der Luft zu sehen, die ein Astrolabium hochhält, Symbol der umziehenden Luftbewegungen um den Erdball. Rechts gewissermaßen im Zentrum der Gruppe die Allegorie des Feuers mit einer brennenden Fackel in beiden Händen. Die rechte Figur ist als Erde zu deuten, entsprechend den Attributen wie Erdfrüchte und Blumen. Auch hier sind weitere, die Allegorie illustrierende Gegenstände am Boden verstreut, wie Erdfrüchte, aber auch Rauch- oder Dampfentwicklung links an der Gruppe. Im zweitgenannten Bild ist am linken Bildrand ein zarter, nach oben sich verzweigender Baumstamm zu sehen, auf dem diverse Vögel wie Papageien sitzen, wobei dieser landschaftliche Gedanke gewissermaßen eine Zäsur der beiden nebeneinander zu denkenden Bilder darstellt. Laut beiliegendem Gutachten sind die Baumlandschaft und der Hintergrund ein Werk von Jan Brueghel d. J., die Figuren von der Hand eines Malers aus der Nachfolge Frans Franckens. In gutem Erhaltungszustand.

Expertise:
Beigegeben Expertise von Dr. Klaus Ertz vom 17. Mai 2014. (970002)


Jan Brueghel the Younger,
1601 - 1678
in collaboration with a painter in the succession of Frans Franckens,
1578 - 1642

Pair of paintings
"ALLEGORY OF THE FOUR SEASONS"
and
"ALLEGORY OF THE FOUR ELEMENTS"

Both oil on panel. Parquetted.
53.5 x 38.5 cm.

Expert’s report:
An expert’s report by Dr Klaus Ertz from 17 May 2014 is enclosed.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.