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446
Gustave Loiseau,
1865 Paris – 1935 ebenda
STRASSE IN PONT-AVEN, 1922
Öl auf Leinwand.
54 x 64,5 cm.
Links unten signiert.
Catalogue price € 40.000 - 60.000
Catalogue price€ 40.000 - 60.000
$ 46,400 - 69,600
£ 34,400 - 51,600
元 319,600 - 479,400
₽ 3,742,799 - 5,614,200
Anbei eine Expertise von Didier Imbert, Neuchátel, 01. Dezember 2015, Nr. A2159/C 801, in Kopie.
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.
Das Gemälde ist von erheblicher Bedeutung als es ein authentisches Dokument für den Ort der dort wirkenden Maler der beginnenden Moderne am Ende des 19. Jahrhunderts ist. Bedeutende Künstler wie Émile Bernard (1826-1897), Paul Gauguin (1848-1903), Maxime Maufra (1861-1918) und Henry Moret (1856-1913) – und eben auch Loiseau – haben sich dort zusamengefunden, wo alsbald eine Künstlerkolonie entstand. Loiseau, der sich zunächst in Paris an der Ècole des arts décoratifs einschrieb, folgte dem Rat seines Lehrers Fernand Quignon (1854-1941), nach Pont-Aven zu ziehen. Im Gegensatz zu alten Schule der Akademie widmete er sich hier, wie die Malerfreunde, der Arbeit unter freiem Himmel. Es entstanden Landschaften an der Seine und der Oise, Hafen- und Stadtansichten. 1891 stellte er seine ersten Bilder in der Galerie „Le Barc de Boutteville“ in Paris aus. Ein Freund von Monet, der Sammler Francois Depeaux (1853-1920), erwarb zwei seiner Werke, und es folgten der Kontakt zu Durand-Ruel (1831-1922), sowie Ausstellungen im Salon des Indépendants 1891 und 1892. Sein Malstil, der in allen seinen Landschaften zum Tragen kommt - von der Normandie bis Paris und in der Ile de France - zeigt einen spätimpressionistischen, zuweilen pointillistischen Charakter. In den Jahren 1922-1928 ist Loiseau wieder in Pont-Aven. Er schuf eine Sereie von Strassenszenen, aus leicht abweichenden Blickwinkeln gesehen, in unterschiedlichen Wetterstimmungen, so etwa: „Foire à Pont Aven“, „Vue de Pont Aven“ oder „Neige à Pont Aven“. Mehrmals widmete er sich der Ansicht des Hauses mit den grünen Fensterläden, das noch heute zwischen der Rue des Meunières und der Rue du Port an der Aven erhalten ist. Sein Werk wurde durch zahlreiche Ausstellungen bis heute gewürdigt, zuletzt im Museum Barberini, Potsdam, 2017. A.R.
Loiseau zählt zu den bedeutenden französischen Postimpressionisten der Landschafts- und Marinemalerei. Seine Laufbahn begann 1887 mit dem Kunststudium an der Ècole des arts décoratifs, mit Lehrern wie Fernand Quignon (1854-1941), der ihm riet, nach Pont-Aven zu ziehen. Dort wirkte er zusammen mit Émile Bernard (1868-1941), Paul Gauguin (1848-1903), Henry Moret (1856-1913) und Maxime Maufra (1861-1918). 1891 stellte er in Paris erstmals aus, wobei ein Freund von Claude Monet (1840-1926) eines seiner Bilder erwarb. Es folgten Ausstellungen im Salon des Indépendants sowie der Kontakt zu Paul Durand-Ruel (1831-1922). Auffallend ist, dass sich der Maler besonders in seinen Strandbildern den Eindrücken der von menschlichem Treiben unbehelligten Natur gewidmet hat, wozu er sich auch mündlich geäußert hatte.
Provenienz:
Privatbesitz Schweiz seit 2015.
Europäische Privatsammlung.
Literatur:
Vgl. Robert Darmstaedter, Loiseau, Gustave. In: Reclams Künstlerlexikon. Erweiterte, berichtigte und ergänzte neue Auflage, Stuttgart 1979.
Vgl. Jean-Louis Ferrier, Fauvismus – Die Wilden in Paris, Editions Pierre Terrail, Paris 1992.
Vgl. Ulrich Schneider, Valtat, Louis. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 112, De Gruyter, Berlin 2021. (1421281) (11)
Gustave Loiseu
1865 PARIS – 1935 ibid.
STRASSE IN PONT-AVEN, 1922
Oil on canvas.
54 x 64.5 cm.
Signed lower left.
Accompanied by an expert’s report by Didier Imbert, Neuchâtel, 1 December 2015, no. A2159/C 801., in copy. The painting will be included in the catalogue raisonné which is currently being restored.
Provenance:
Private collection, Switzerland since 2015.
Private collection, Europe.
Literature regarding the artist:
cf. Robert Darmstaedter, Loiseau, Gustave, in: Reclams Künstlerlexikon. Erweiterte, berichtigte und ergänzte neue Auflage, Stuttgart 1979.
cf. Jean-Louis Ferrier, Fauvismus – Die Wilden in Paris, Editions Pierre Terrail, Paris 1992.
cf. Ulrich Schneider, Valtat, Louis, in: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL), vol. 112, De Gruyter, Berlin 2021.
This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.
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