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Gemälde 16. - 18. Jahrhundert
Donnerstag, 10. Dezember 2015

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Detailabbildung: Giuseppe Maria Crespi, 1665 Bologna - 1747

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Giuseppe Maria Crespi, 1665 Bologna - 1747
Detailabbildung: Giuseppe Maria Crespi, 1665 Bologna - 1747
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Detailabbildung: Giuseppe Maria Crespi, 1665 Bologna - 1747
Detailabbildung: Giuseppe Maria Crespi, 1665 Bologna - 1747

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Giuseppe Maria Crespi,
1665 Bologna - 1747

Santa MARIA MADDALENA SANTA ROSALIAÖl auf Leinwand. Doubliert.
67 x 57 cm.
Gerahmt.

Katalogpreis € 18.000 - 24.000 Katalogpreis€ 18.000 - 24.000  $ 19,260 - 25,680
£ 14,400 - 19,200
元 139,680 - 186,240
₽ 1,682,820 - 2,243,760

Dem Gemälde liegt eine Expertise von Prof. Massimo Pirondini bei.

Diese Frauengestalt mit der rechten Hand auf der Brust, in der linken ein offenes Buch - ein Kreuz im Vordergrund -, erscheint im ersten Moment wie eine klassische Darstellung der Maria Magdalena als Büßerin. Hier handelt es sich bei der jungen Frau jedoch um die Heilige Rosalia, die Schutzpatronin von Palermo, die sich, noch ein junges Mädchen, als Eremitin in eine Höhle zurückzog. Dies beweist eine auf der Infrarotfotografie sichtbar gemachte zeitgenössische Inschrift am oberen rechten Bildrand: „Rosalia, Tochter von Sinibaldo (...)/ Herr der Quisquina und von (...)/ Aus Liebe zu Jesus Ihr Gedanke [Sal] (...)/ Meißelte in den Eingang wo [sie] lebte (...)“. Rosalia lebte 700 n. Chr., ihre Heiligkeit wurde jedoch erst 1624 anerkannt, nachdem in jenem Jahr ihre Knochen in einer Höhle auf dem Monte Pellegrino in der Nähe von Palermo entdeckt wurden; in dieser Höhle fand man folgende spätlateinische Inschrift, die heute noch zu sehen ist: „EGO ROSALIA SINIBALDI QUISQUINAE ET ROSARUM DOMINI FILIA AMORE D.NI MEI JESU CHRISTI IN HOC ANTRO HABITARI DECREVI“ (Ich Rosalia, Tochter von Sinibaldi, Herr der Quisquina und des Monte delle Rose, habe aus Liebe zu meinem Herrn Jesus Christus beschlossen, in dieser Grotte zu leben). Die Inschrift des Gemäldes nimmt folglich Bezug auf die lateinische. Somit ist die Identität der dargestellten Heiligen eindeutig. Der Maler dieser außergewöhnlich schönen Darstellung ist eindeutig Giuseppe Maria Crespi. Crespi war einer der bedeutendsten italienischen Maler zwischen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts. Die hier dargestellte Heilige Rosalia passt sehr gut zu den Werken dieses Künstlers, die um 1730 entstanden. Zu dieser Zeit malte er oft anmutige Frauenfiguren als Halbportraits, ähnlich der Donna con colomba [Frau mit Taube] (City Museum and Art Gallery, Birmingham), die dem vorliegenden Werk sowohl in der Machart, als auch von der Stimmung her sehr ähnlich ist. Deutliche Ähnlichkeiten bestehen auch zu der sinnlichen Maddalena (Niedersächsische Landesgalerie Hannover und Privatbesitz, England) und der nüchterneren Version im Musée des Beaux-Arts de Lyon. Die Infrarotfotografie, die für die Restaurierung gemacht wurde, zeigt verschiedene übermalte Entwürfe, während die Radiografie die Skizze einer allerersten, darunterliegenden, ikonografisch vollkommen anders konzipierten Fassung zeigt.

Literatur:
M. Pirondini, in: I miti e il territorio nella Sicilia dalle mille culture. L'Influenza di Caravaggio e dei Fiamminghi nella pittura meridionale, a F. Paliaga (Hrsg.), Ausstellungskatalog Salemi, Castello Normanno-Svevo, 9. August - 25. Oktober 2015, Pontedera 2015, S. 72-75, Nr. 20. (1032072) (21)


Giuseppe Maria Crespi,
1665 Bologna - 1747

SANTA MARIA MADDALENA COME SANTA ROSALIA

Oil on canvas. Relined.
67 x 57 cm.

Accompanied by an expert's report by Prof Massimo Pirondini.

The creator of this exceptionally beautiful depiction clearly is Giuseppe Maria Crespi. Crespi was one of the most important Italian painters between the end of the 17th century and the early 18th century. The Saint Rosalia in our painting corresponds very well with works by the artist created ca. 1730. During this period he often painted graceful female figures as half-portraits similar to the Donna con colomba (Engl. Woman with pigeon) held at the City Museum and Art Gallery, Birmingham, which are very similar to the present work in style as well as in atmosphere. There are also clear resemblances with depictions of a sensual Mary Magdalene (Niedersächsischen Landesgalerie, Hannover and Private collection, England) and the more demure version held at the Musée des Beaux-Arts in Lyon. The infrared photography, carried out during the painting's restoration, shows several repainted designs, while the radiography reveals the sketch of the very first, underlying version with an entirely different incono-graphic concept.

Literature:
M. Pirondini, in: I miti e il territorio nella Sicilia dalle mille culture. L’Influenza di Caravaggio e dei Fiamminghi nella pittura meridionale, F. Paliaga (ed.), exhibition catalogue Salemi, Castello Normanno-Svevo, 9 August - 25 October 2015, Pontedera 2015, p. 72-75, no. 20.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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