Thursday, 28 September 2017

Auction 16th - 18th century paintings

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Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom

Lot 741 / Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom

Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom Detailabbildung: Giovanni Paolo Panini, 1691 Piacenza – 1765 Rom

741
Giovanni Paolo Panini,
1691 Piacenza – 1765 Rom

ANTIKE RUINEN MIT DER PREDIGT DES HEILIGEN PAULUS Öl auf Leinwand. Doubliert.
99 x 136 cm.

Catalogue price € 90.000 - 120.000

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Beigegeben eine Expertise von Giuliano Briganti, ausgestellt am 28. Mai 1990.

Der Darstellung liegt die Apostelgeschichte 28 zugrunde. Auf der Insel Malta, freundlich von den Bewohnern aufgenommen, zündet Paulus gegen die regnerische Kälte ein Feuer an, durch das eine Otter angezogen wurde. Sie fährt ihm in die Hand. Er schüttelt diese jedoch ins Feuer ab, ohne eine nennenswerte Verletzung davon zu tragen. Dass Paulus an dem Biss der Giftschlange nicht stirbt, erfüllt die Bewohner mit derartigem Staunen, dass sie ihn für einen Gott halten.
Das vorliegenden prächtige Gemälde zeigt in einer Ruinenarchitektur, wie sie für die Gemälde des großen italienischen Meisters Panini charakteristisch ist, den Moment in dem Paulus dicht am Feuer steht und gerade die Otter in das Feuer wirft. Erschrocken und beeindruckt zeigen sich die umstehenden Personen. Die Komposition dieser kleinen Menschenmenge erzeugt mit ihren Gesten und Haltungen dabei eine runde Bewegung um den Heiligen, dessen zentrale Position in der Menge dadurch unterstrichen wird. Sogar das Relief und die Skulptur am linken Bildrand scheinen der ungeheuerlichen Szene beizuwohnen und sie zu kommentieren. Das eigentliche Geschehen ist aus der Mitte nach rechts verrückt und Paulus' Kopf ist kaum merklich leicht über die anderen Häupter erhaben, sodass seine Bedeutung und Überlegenheit auch physisch greifbar wird. Dennoch legt Panini nicht den hellsten Punkt der Komposition auf den Heiligen, sondern auf die weibliche, in Rückenansicht gezeigte Figur mit Kind links und den hellen Mantel einer der behelmten Soldaten rechts, die, obwohl niedriger gezeigt, den Heiligen einfassen und den Blick des Betrachters lenken.
In gekonntem kompositorischen Spiel bilden die Figuren annähernd ein Echo der sie einfassenden Architektur. Der Rhythmus der mal enger, mal weiter stehenden Säulen und Bögen wird in den Personen wieder aufgenommen. Beide Säulenstellung und Figurenstellung bewegen sich dabei auf den Heiligen Paulus zu. Es sind genau solche ausgeklügelten Kniffe, die von der großen Meisterschaft Giovanni Paolo Paninis zeugen. (1120922) (12)


Giovanni Paolo Panini,
1691 Piacenza – 1765 Rome

SAINT PAUL PREACHING IN ANTIQUE RUINS

Oil on canvas. Relined.
99 x 136 cm.

Accompanied by an expert's report by Giuliano Briganti dated 28 May 1990.

The depiction is based on a story in the Book of Acts 28. The present, magnificent painting shows Saint Paul throwing the adder in the fire in in a ruinous architecture setting, as is typical for paintings by the great Italian master Pannini. The surrounding figures are shocked and impressed. In a playful manner, these figures almost constitute a compositional echo of the surrounding architecture. Both the positioning of the columns and the figures are headed for Saint Paul. It is those cleverly designed devices that demonstrate Panini's great mastery.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.