Wednesday, 26 September 2018

Auction 14th - 18th Century Paintings

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Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396
Detailabbildung: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396
Detailabbildung: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396
Detailabbildung: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396
Detailabbildung: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396
Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396

Lot 611 / Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396

Detail images: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396 Detail images: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396 Detail images: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396 Detail images: Giacomo di Mino del Pellicciaio, 1315/19 Siena – vor 1396

611
Giacomo di Mino del Pellicciaio,
1315/19 Siena – vor 1396

In den Anfangsjahren folgte der Maler Abrogio Lorenzetti (1290-1348) und später Simone Martini (1284-1344) und wirkte in Siena und Umbrien. Sein erstes datierbares Werk ist die Madonna col Bambino von 1342 in der Chiesa di San Martino in Sarteano. MADONNA MIT DEM KINDE
Tempera auf Pappelholz.
100,5 x 52 cm.
Ungerahmt.

Catalogue price € 40.000 - 60.000 Catalogue price€ 40.000 - 60.000  $ 45,199 - 67,800
£ 34,000 - 51,000
元 303,200 - 454,800
₽ 2,901,600 - 4,352,400

 

Hochrechteckiger Bildträger mit oben getrepptem, ko­nisch zulaufendem Abschluss. Bildfläche mittels eines (partiell verlustigem) Pastiglia-Bogens nach oben hin begrenzt, wie es bei unten genanntem Polyptychon noch heute vollständig mit Architekturrahmung zu sehen ist. Darunter über punziertem Goldgrund von floralornamental punzierten Gloriolen bekrönt die halbfigurig dargestellte Maria auf ihrer Linken das Jesuskind haltend. Ein weißer Schleier und ein rotes Untergewand mit Goldspitzenbordüren schauen unter dem blauen Übergewand hervor. Das Jesuskind mit ähnlichem Gewand trägt eine Korallenkette und hält in seiner Rechten einen Vogel, welcher sinnfällig vor dem roten Untergewand Mariens platziert ist. Seine rote Zeichnung im schwarzen Gefieder ist traditionell in Zusammenhang zu sehen mit der Passion Christi. Es ist nicht nur so, dass die rote Koralle als Anhänger den Kindern Schutz bringen sollte, es war auch Symbol für die Plazenta- so auch das rote Unterkleid Mariens. Dergestalt verstand es der Maler der hier angebotenen Tafel, Geburt und Tod Christi miteinander bildlich zu verknüpfen. Besch. Rest.

Expertise:
Dem Gemälde ist in Kopie ein Gutachten von Emilio Negro vom 16. Dezember 2003 beigegeben. Negro, der in seiner Ausführung die Maße der Darstellung (82 x 51 cm), nicht aber die der Maße des Malgrundes nennt, weist nicht nur auf die oben genannten Details hin, sondern nennt auch Vergleichsbeispiele, welche seine Zuschreibung stützen. So findet sich der Korallenanhänger bereits im Frühwerk des Malers wieder (Madonna mit dem Kinde, 1342, Chiesa di San Martino, Sarteano), weitere als vergleichbar empfundene Gemälde nennt Negro in der Pinacoteca Nazionale zu Siena (Polyptychon mit der Mystischen Vermählung der Hl. Katharina).

Literatur:
Zur Plazentasymbolik in Darstellungen von Maria mit dem Kinde:
Ralph Frenken, Symbol Plazenta: Pränatalpsychologie der Kunst, Wiesbaden 2016, S. 238ff. (1150601) (13)


Giacomo di Mino del Pellicciaio,
1315/1319 Siena – before 1396

MADONNA AND CHILD

Tempera on poplar panel.
100.5 x 52 cm.
Unframed.

Expert’s report:
A copy of the expert’s report by Emilio Negro dated 16 December 2003 is enclosed. It lists comparable examples supporting his attribution. The coral pendant can already be found in an early work by the artist (Madonna and Child, 1342, Chiesa di San Martino, Sarteano) and Negro also lists further similar works held at the Pinacoteca Nazionale in Siena (Polyptych of Mystical Marriage of Saint Catherine).

Literature:
Regarding placenta symbolism in depictions of the Holy Virgin and Child, please see: R. Frenken, Symbol Plazenta: Pränatalpsychologie der Kunst, Wiesbaden 2016, pp. 238.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.