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Friday, 5 December 2008

Auction Collection Paintings & Sculpture

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Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts
Detailabbildung: Fränkischer Meister des beginnenden 16. Jahrhunderts

170
Fränkischer Meister des
beginnenden 16. Jahrhunderts

Krönung Mariens Höhe: 90 cm.
Breite: 54 cm.
Tiefe: 10 cm.

Catalogue price € 20.000 - 30.000 Catalogue price€ 20.000 - 30.000  $ 22,200 - 33,300
£ 16,800 - 25,200
元 156,200 - 234,300
₽ 1,413,800 - 2,120,700

 

Relief in Lindenholz, zum Teil vollplastisch ausgeführt.
Hochrechteckige Schnitzanlage in Form eines seitlich durch Pfeiler bekränzten Thrones, in dessen Mitte Maria kniend mit gefalteten Händen dargestellt ist. Rechts Gottvater, mit einer Kugel des Universums in den Händen. Links Jesus, in einen Mantel gehüllt, ebenfalls mit einer Kugel, diese jedoch mit einem Kreuz besetzt. Beide halten dem Typus entsprechend die Krone über das Haupt der Maria, die mit gefalteten Händen den Kopf leicht nach links zur Seite geneigt hält. Gottvater und -sohn ebenfalls bekrönt, in Gewand und Mantel gekleidet. Die Dreiergruppe vor einem geschnitzten, in Falten gelegten Velum, das die Rückenlehne bedeckt und zu Füßen der Gestalten vortritt, um im unteren Bereich herabzuhängen, abgeschlossen durch eine geschnitzte Fransenbordüre. Seitlich wird das Tuch hochgehalten von Engeln mit Flügelansätzen, in kindlicher Gestaltung. Der insgesamt dreiteilige Aufbau erhält seinen besonderen Reiz durch die überhalb der Hauptfiguren, hinter der Thronlehne aufsteigenden Halbfiguren von Musikanten. Links ein Flötenspieler, rechts ein Trommler. Der Flötenspieler hat seinen Arm auf die Bekrönungskugel des Pfeilers abgesetzt, der Rechte hält seine Trommel über den Lehnenrand hoch, in seiner Hand ein Trommelschlegel. Die Figuren in äußerster Eleganz wiedergegeben, Gewandfalten ruhig geführt, mit entsprechenden Schwüngen, die zum Boden führen. Seitlich der Hauptfiguren sind die Enden eines Kissens mit herabhängenden Quasten zu erkennen. Fein und zurückhaltend ist das Maßwerk in der Kannelur der seitlichen Pfeiler eingeschnitzt. Die Hauptfiguren folgen der Stilsprache der zeitgenössischen Ikonografie, die Musikanten sind bewegter und freier wiedergegeben, was dem Kunstwerk seinen besonderen Reiz verleiht.

Die Entdeckung der Individualität im beginnenden 16. Jahrhundert erlaubt es hier dem Künstler, sehr charakteristische Physiognomien vorzuführen, mit so unterschiedlicher Haartracht wie ebenso lebensnaher Bewegung. Die Feinheit der Falten ist typisch für die Mainfränkische Plastik, findet sich jedoch auch in der Plastik Bodensee-Schwabens.

Literatur:
Hennig Mehlhorn: Die Gewanddrapierungstypen der gotischen, fränkischen Plastik im Zeitraum zwischen 1450 und 1530. Berlin, 1994.
Bernhard Ecker: Die Bildwerke des Mittelalters und der Frührenaissance 1200-1565. Sigmaringen, 1994.
Hans Wernfried Muth/ Toni Schneiders: Tillman Riemenschneider und seine Werke. Würzburg, 1982.(7200750)

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