Saturday, 4 December 2010

Auction A Private Collection of Ivory Works of Art

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Elfenbein-Deckelhumpen

Lot 965 / Elfenbein-Deckelhumpen

Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen Detailabbildung: Elfenbein-Deckelhumpen

965
Elfenbein-Deckelhumpen

Höhe: 42 cm.
Breite: max. 26 cm.

Catalogue price € 60.000 - 80.000

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Die zylindrische Wandung optisch nach oben sich weitend, unten an der Reliefbasis jedoch wieder breiter werdend. Die Wandung umlaufend im Hochrelief beschnitzt. Separat geschnitzter, kräftiger Fußring, der entsprechend dem Deckelrand mit im Hochrelief geschnitzten Fruchtgebinden und dazwischen stehenden Schleifen dekoriert ist. Deckel mittig dreifach leicht hochgewölbt, die Stufen mit Akanthusblatt- und umwundenem Lorbeerkranz beschnitzt, darüber rundgesockeltes Figürchen einer kindlich wiedergegebenen Jagdgöttin Diana mit geschultertem Köcher, hochgenommenem rechtem Arm und fein geschnitztem Diadem im Haar. Der linke Fuß auf einen Rasensockel erhöht aufgestellt zwischen zwei Baumstümpfen (Bogen und Pfeil in der Hand fehlen). Mehrfigürliche Szenerie der Wandung bezieht sich thematisch auf die Dianafigur des Deckels: von links nach rechts ziehende Gruppe der Jagdgöttin Diana mit ihrem weiblichen Gefolge von Jagdhunden und einer Jägerin mit geschultertem erlegtem Hasen. Die Göttin selbst mit Lanze und kurzem Peplos bekleidet, hält mehrere gefangene Tauben in einem Beutel, die zu einem Opfergang gebracht werden. Der rechte Teil der Szenerie zeigt Pan, der bärtige Kopf gehörnt, die Füße mit Bockshufen, der nackte Körper mit einem Fellmantel umgeben, in den Händen hält er ein großes Fruchtgebinde. Er steht in Begleitung von Putten sowie einer weiteren Pansfigur, die auf dem Kopf einen Fruchtkorb trägt. Weiter rechts ein Schäferpaar und eine Mänade. Der Schäfer mit breitrandigem Hut und einer Dudelsackflöte. Über den Griff hinweg hat der Schnitzer in geschickter Weise einen Jagdhund gestellt, der zum Gefolge der Diana zählt. Die Reliefschnitzerei aus dem Flachrelief in Hochrelief übergehend, durchsetzt von Bäumen, Pflanzen und einigen landschaftlichen sowie architektonischen Details im Hintergrund. Der kräftige Henkel nimmt das Motiv der vollplastisch geschnitzten Fruchgebinde auf. Im Zentrum ein ziegengehörnter Männerkopf, der einen Blattzweig zwischen den Zähnen hält. Die Daumenrast in Form eines kurzen, kräftigen Füllhorns, entsprechend wieder mit geschnitzten Früchten. Schöne Alterspatina. Die Stilistik weist zahlreiche Elemente des 17. wie auch des 18. Jahrhunderts auf. Da bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert Renaissance-Deckelhumpen wieder großes Interesse fanden, darf sowohl aus stilistischen wie Alterseinschätzungsgründen dieser Deckelhumpen ins ausgehende 18./ beginnende 19. Jahrhundert datiert werden. Der Stil weist auf einen nicht näher eruierten italienischen Künstler hin. (8018642)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.