Friday, 26 June 2009

Auction Paintings 16th - 18th Century

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Daniel de Vos, 1568 - 1605
Detailabbildung: Daniel de Vos, 1568 - 1605
Detailabbildung: Daniel de Vos, 1568 - 1605
Detailabbildung: Daniel de Vos, 1568 - 1605
Detail images:  Daniel de Vos, 1568 - 1605

Lot 384 / Daniel de Vos, 1568 - 1605

Detail images: Daniel de Vos, 1568 - 1605 Detail images: Daniel de Vos, 1568 - 1605 Detail images: Daniel de Vos, 1568 - 1605

384
Daniel de Vos,
1568 - 1605

Der Maler de Vos entstammt einer Antwerpener Malerfamilie, die im 16. und 17. Jahrhundert wirkte. Er war der Sohn des berühmteren Marten de Vos, der um das Jahr 1550 bei Tintoretto in der Werkstatt gearbeitet hat.

Catalogue price € 50.000 - 55.000 Catalogue price€ 50.000 - 55.000  $ 56,499 - 62,149
£ 42,500 - 46,750
元 379,000 - 416,900
₽ 3,627,000 - 3,989,700

 

JACOB DER EREMIT AN EINEM SARKOPHAG KNIEND
Öl auf Leinwand.
146 x 90 cm.
Am Rand des Sarkophags signiert.

Großformatige Wiedergabe mit Schilderung einer Episode aus dem Leben des Eremiten Jacob, der im vierten Jahrhundert am Fuß des Berges Karmel, beim heutigen Haifa, lebte. Er widmete sein Leben der Askese, wurde aber der Legende nach von den Samaritanern auf die Probe gestellt, indem sie zu ihm eine Prostituierte sandten. Obwohl er ihrer Aufforderung nachkam, ihre Brust einzuölen, konnte er der Verführung widerstehen, indem er die andere Hand über eine Kerze hielt, woraufhin sich das Mädchen zum Christentum bekehrte. In einer weiteren Überlieferung wurde ein Mädchen zu ihm geschickt, dem er aber nicht widerstand, sie dagegen ermordete, indem er sie in einen Fluss warf. Später sammelte er reuevoll ihre Gebeine ein und verbrachte den Rest seines Lebens in Selbstkasteiung. Die Legende berichtet, dass er im heiligen Zustand verschied. Das Gemälde zeigt ihn hier in Reue vor einem mit Gebeinen gefüllten Sarkophag kniend, vor einer dunklen Baumgruppe, links hinten der erwähnte Fluss. Weiter hinten die Stadt, deren öffentlichem Leben der Eremit entsagt. Am Unterrand lateinische Inschrift ‘’DANIEL DE VOS FEC.’’ und ‘’DEXTERA NE FLAMM RAPIAT CREMAT IGNE SINISTR: / SIC IACOBE MANV TACTA PUELLA CALET // VICISTI IVVENIS. CANVM QVI FEMINA VICIT: / IN THALAMO PECCAS: CORRIGIS IN TVMVLO’’, die schriftlichen Verweise zu den genannten Legenden. Die großformatige Darstellung lässt sich in Beziehung setzen zu einer Serie von Radierungen der Stecher Johannes I. und Raffael I. Sadeler, die eine Folge von Eremiten- und Anachoreten-Darstellungen veröffentlichten, wobei Bildkompositionen des Maarten de Vos als Vorlagen dienten. (741245)

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