Thursday, 27 June 2013

Auction 16th - 18th Century Paintings

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Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407

Lot 137 / Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407

Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407 Detailabbildung: Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407

137
Cristoforo di Bindoccio il Malbarba und Meo di Pero dokumentiert in Siena zwischen 1356 und 1407

MARIA MIT DEM KIND Tempera auf Holz, Goldgrund auf mennigefarbenem Bolus.
76,5 x 63 cm.

Catalogue price € 140.000 - 160.000

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Gemeinschaftsarbeit der beiden Maler Cristoforo di Bindoccio und Meo di Pero, die im ausgehenden 14. Jahrhundert fast ausnahmslos in Gemeinschaft gearbeitet haben. Dies geht aus bedeutenden und größerformatigen Altarblättern hervor, die von beiden Künstlern signiert wurden. Die Händescheidung, d.h. die Frage, welche Partien von dem einen oder anderen Künstler geschaffen wurden, ist in der Kunstwissenschaft nicht endgültig geklärt. Das vorliegende Bild zeigt Maria und den segnenden Jesusknaben in einer geschnitzten Einfassungsrahmung, die im oberen Teil leicht kantig eingezogen ist und spitzbogig nach oben zieht. Maria ist halbfigurig wiedergegeben, die Körperhaltung leicht nach rechts, der Kopf stark geneigt und dem Kind zugewandt, während der Blick nach außen gerichtet ist. Über dem roten Kleid, dessen oberer Saum goldverbrämt ist, ein dunkelgrünlich blauer Mantel, der über das Haupt zieht, ebenfalls von einer Goldbordüre eingefasst. Die Bordüren entsprechend dem dahinterliegenden Goldgrund, fein mit Rosetten punziert. Der weiße Kopf-schleier zeigt eine parallele, feine Faltung an der Stirn, seitlich vertikale, kurze Plisseefalten und zieht als ein schlankes, verknüpftes Tuch zur Brust herab. Das Kind wird im linken Arm gehalten, die nackten Füße liegen der rechten, elegant wiedergegebenen Hand der Madonna auf, die linke Hand der Maria umfängt den Unterleib des Kindes. Hier wiederholt sich die zart purpurrote Farbe des Marienkleides im Mantel des Jesuskindes, das über die Beine gelegt, zur linken Schulter heraufzieht. Das Kleid des Kindes in leuchtendem Gelb, in Art eines Brokatstoffes, mit einem Rapportmuster dekoriert, in Form von Granatäpfeln mit hochziehenden Blättern, das gelbe Kleid mit einem rosafarbenen Tuchgürtel gebunden. An den Oberarmen sowie in den Ärmeln wiederum goldgrundige Bordüren, gepunzt. Das Kind hält in der linken Hand einen Rotulus, das Band schweift nach rechts zum Bildrand aus, darauf in gotischen Majuskeln "EGO: SU: LUCE" (Ich bin das Licht). Der Kopf des Kindes leicht nach links gehalten, der Blick ebenfalls in die Ferne gerichtet, das gelb-blonde Haar zeigt stilisierte Locken über der Stirn, leicht wellig nach vorne gekämmt, die rechte Hand des Kindes ist zum Segensgestus erhoben. Die Figurengruppe von der Rahmung eng begrenzt, der Hintergrund als Goldgrund auf rotem Bolus. Als besonderes Stilmerkmal ist die weiche Konturierung der Gesichter zu nennen, das nahezu porzellanartige Inkarnat und die leicht ins Grün ziehende Schattengebung. Dagegen sind die Wangen leicht rötlich gefärbt. In der Literatur wurde bereits auf einen Vergleich des Gemäldes mit den vor einiger Zeit entdeckten Fresken in der Kapelle des "Ospedale di Santa Maria della Scala" hingewiesen. Das Gemälde in hoher Qualität, in guter Erhaltung, altersbedingt rest. Unverkennbar der Stileinfluss des Sieneser Meisters Lorenzetti.

Provenienz:
Florentinische Privatsammlung.

Literatur:
S. Padovani, An update of the catalogue of Cristoforo di Bindoccio and Meo di Pero "Works and days. Studies of a thousand years of European art dedicated to Max Seidel", Hrsg. K. Bergdolt und G. Bonsanti, Venedig, 2001.
Ferner International Art, una importante collezione scampoli, Wien o.J. (931741)


Cristoforo di Bindoccio il Malbarba and
Meo di Pero,
recorded in Siena between 1356 and 1407
THE HOLY MARY WITH THE CHILD
Tempera on wood panel, gold ground on red bole.
76.5 x 63 cm.

A collaboration of the two painters Cristoforo di Bindoccio and Meo di Pero, who were in the custom of working together in partnership during the late 14th century: this can be concluded as the present painting follows the style of important and large-scale altar paintings signed by both artists. The painting is of high quality, in good condition; age-related restoration. Unmistakeably influenced by the style of the Sienese master Lorenzetti.

Provenance:
Florentine Private Collection.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.