Auktion Gemälde Alte Meister - Teil I

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Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744

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Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
Detailabbildung: Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
Detailabbildung: Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
Detailabbildung: Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
Detailabbildung: Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
Detailabbildung: Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
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Detailabbildung: Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744
Bernardo Canal, 1674 Venedig – 1744

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Bernardo Canal,
1674 Venedig – 1744

PIAZZETTA IN VENEDIG MIT DER LIBRERIA, ZUFAHRT ZUM CANAL GRANDE UND SANTA MARIA DELLA SALUTE Öl auf Leinwand.
55 x 79,5 cm.

Katalogpreis € 80.000 - 120.000 Katalogpreis€ 80.000 - 120.000  $ 83,200 - 124,800
£ 72,000 - 108,000
元 559,200 - 838,800
₽ 4,344,000 - 6,516,000

Beigegeben ist dem Werk eine genaue Dokumentation mit Vergleichsbeispielen von der Expertin für Venezianische Vedutisten, Bozena Anna Kowalczyk, Venedig, 2021.

Die Vedute, laut beigegebener Expertise um 1738-1740 entstanden, zählt zu den wenigen, die einen Blick nahezu auf die ganze Fassade der Libreria gewährt, und gleichzeitig als kompositionelles Gegengewicht die Kirche Sta. Maria della Salute gleichrangig ins Bild setzt. Aus dieser Perspektive erscheint die Piazzetta, die Platzerweiterung des Markusplatzes zum Kanal hin, überraschend weiträumig, wodurch die dem Betrachterauge nahe gebrachten Staffagefiguren ungewöhnlich gut zur Geltung kommen. Die beiden Säulen – St. Markus und St. Georg – wirken hintereinandergestaffelt nahezu als Abschluß der Bogenfassade mit den Halbsäulen jener „Libreria Marciana“, die 1538 bis 1591 von Jacopo Sansovino errichtet wurde. Wie sonst kaum in Veduten des Platzes zu sehen, kommt hier auch das kupfergrüne Dach mit Laterne hinter den Balusterfiguren zur Wirkung.
Links dagegen zeigen sich – eng gruppiert – die markanten Gebäude der Dogana am Eingang des Kanals und die dahinter hochragende Kirche Sta. Maria della Salute, von Longhena nach der Pestplage bis 1687 errichtet. In großartiger Weise ist das Lichtspiel der von Osten her beleuchteten Gebäude wiedergegeben, was den Zeitraum der Bilderfassung in den frühen Morgenstunden erkennen lässt.
Bernardo Canal ist nicht ganz zurecht weniger bekannt geworden als sein berühmter Sohn Giovanni Antonio, genannt Canaletto (1697-1768). Er hat sich – wie etwa auch Luca Carlevarijs – der Theatermalerei zugewandt und sich zunächst von diesem inspirieren lassen. 1717 zählte er bereits zu den führenden Venedigvedutisten, in persönlichem Kontakt mit Berühmtheiten wie Antonio Vivaldi, Carlo Pollarolo oder Giuseppe Orlandini – überwiegend auch, weil Bernardo für die Theater- und Opernaufführungen im Teatro San Cassiano und Teatro San Angelo gearbeitet hat. 1720 finden wir ihn zusamen mit seinem Sohn in Rom, wo beide Bühnenbilder für Scarlattis Opern schufen. Zurück in Venedig, widmete er sich fast ausschließlich dem Veduten-Genre. Manche seiner Werke – da regelmäßig unsigniert – wurden mit denen von Canaletto oder seines Neffen Bernardo Bellotto verwechselt. 1734 - 1736 entstanden sechs Gemälde seiner Hand, gesammelt von Giuseppe Salom im Palazzo Corner-Spinelli, wovon eines – dem hier vorliegenden inhaltlich vergleichbar – entwendet wurde. Ein dem vorliegenden Werk nahezu identisches Bild befindet sich in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Inv.Nr. 6235, dort als zug. geführt). A.R.

Provenienz:
Privatsammlung, Paris. (1320043) (11)



Bernardo Canal,
1674 Venice – 1744
THE PIAZZETTA IN VENICE WITH LIBRERIA, GRAND CANAL AND SANTA MARIA DELLA SALUTE Oil on canvas.
55 x 79.5 cm.

Accompanied by a detailed report with examples of comparison by the expert for Venetian Vedutism, Bozena Anna Kowalczyk, Venice, 2021.

The report dates the veduta to ca. 1738-1740 and is one of only a few giving a view of almost the entire façade of the Libreria, while simultaneously giving the church of Santa Maria della Salute equal importance as a compositional counterweight.

Provenance:
Private collection, Paris.

Dieses Objekt wurde mit dem Datenbestand des Art Loss Registers individuell abgeglichen und ist dort weder als gestohlen, noch als vermisst registriert.

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