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Wednesday, 5 July 2017

16th - 18th century paintings

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Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.
Detailabbildung: Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.
Detailabbildung: Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.
Detailabbildung: Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.
Detailabbildung: Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.
Detailabbildung: Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.
Detailabbildung: Bernardino Luini, um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.

401
Bernardino Luini,
um 1480/ 85 Demenza – 1532 Mailand, zug.

BILDNIS DER JUGENDLICHEN HEILIGEN KATHARINA
MIT BUCH UND MÄRTYRERPALME
Öl auf Holz. Parkettierleisten.
45 x 37 cm.
Verso alte Sammlungsschablonen-Nummerierung in Schwarz „1158“ sowie Bezeichnung „Casa Fenaroli, Brescia“.

Catalogue price € 20.000 - 40.000 Catalogue price€ 20.000 - 40.000  $ 21,800 - 43,600
£ 17,600 - 35,200
元 156,600 - 313,200
₽ 1,409,800 - 2,819,600

 

Beigegeben eine ausführliche Dokumentation der technischen Malmitteluntersuchung durch Dr. Claudio Falcucci, Metodologie d'Indagine per la Diagnostica Artistica, Rom, 10. April 2011. Das Ergebnis der Röntgen- und Fluoreszenzuntersuchung zeigt nur äußerst wenige Fehlstellen bei Bestätigung des Alters.

Ab etwa 1510 war Luini in der Lombardei tätig, wo er sich von der Lombardischen Schule dem Werk Raffaels (1483-1520) und Melozzo da Forlis (1438-1494) beeinflussen ließ. Luini ist wohl derjenige unter den Malern seiner Generation, der am meisten dem Werk Leonardo da Vincis (1452-1519) verpflichtet ist. Auch Leonardo war bekanntlich zwischen 1482 und 1499 in Mailand tätig, was den immensen Einfluss auf Luini und seine Zeitgenossen erklärt. So versteht sich, dass das vorliegende Gemälde sowohl in der Stilistik als auch in der Maltechnik eine enge Verwandtschaft mit Werken Leonardos aufweist. Dies betrifft vor allem die ruhige Auffassung von Körperhaltung und Gesichtsausdruck, aber auch das Sfumato, das die Gestalten vor meist dunklem Hintergrund lebendig werden lässt. Die Ästhetik und die Auffassung vom schönen Gesicht hat Luini über Leonardo hinaus noch bewusst weiterentwickelt.
Die jugendliche Heilige, durch die Märtyrerpalme als solche ausgewiesen, ist im Brustbild vertieft in die Lektüre eines Buches wiedergegeben. Das seitlich lang herabwallende braune Haar rahmt das ebenmäßige Gesicht, die Augenlider gesenkt, der Blick konzentriert auf das Buch. Auf dem Haupt ein kunstvoll arrangiertes Gesteck kleiner Blüten, die ähnlich einer Krone erscheinen. Die leichte Rötung der Wangen korrespondiert mit dem betonten Aufleuchten des Kleides über gefälteltem Hemd mit Goldbrokatbordüre. Entsprechend der feinen Ästhetik hat Luini auf die Wiedergabe von Marterinstrumenten wie Rad oder Schwert verzichtet, allein das Buch dient zur Identifizierung der jugendlichen Heiligen als Katharina. Das Blumengesteck im Haar steht anstelle der sonst bei Katharinendarstellungen gezeigten Krone, die sie als Herrschertochter ausweist. Hier ist der Blütenkranz jedoch in der zusätzlichen Bedeutung mit Katharina als mystische Braut Christi zu verstehen. Damit dürfte die ansonsten fragliche Identifizierung der Heiligen wohl gesichert sein.
Das Gemälde zeigt sich in altersgemäß sehr guter Erhaltung.
(1110693)


Bernardino Luini,
ca. 1480/ 85 Demenza - 1532 Milan, attributed

PORTRAIT OF THE YOUNG SAINT CATHERINE WITH BOOK AND MARTYR‘S PALM

Oil on panel. Parquetted.
45 x 37 cm.
Old stencilled collection number „1158“ in black on the reverse as well as inscribed ”Casa Fenaroli, Brescia“.

Accompanied by a detailed report of a technical material analysis carried out by Dr Claudio Falcucci, Metodologie d‘Indagine per la Diagnostica Artistica, Rome, 10 April 2011. The results of the roentgen and fluorescence analysis show only very few blemishes but confirm its age.

Luini was active in Lombardy from around 1510 and clearly influenced by its painting school and works by Raphael (1483 - 1520) and Melozzo da Forlì (1438 - 1494). Among his contemporary colleagues, Luini is probably also the most committed to the work of Leonardo da Vinci (1452 - 1519).

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.