Friday, 26 June 2009

Auction Furniture

» reset

Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin

Lot 75 / Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin

Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin Detailabbildung: Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin

75
Bedeutende und höchst elegante Louis XV-Kommode von Germain Landrin

Höhe: 96,5 cm.
Wandbreite: 170 cm.
Tiefe: 67 cm.
Mit Signaturstempel “Germain Landrin”.
Um 1750.

Catalogue price € 115.000 - 130.000

 

In bewegtem Aufriss und eleganter Form gefertigt, in Eiche, furniert in hellem Rosenholz, in feiner, farblich leicht changierender Marketerie. Schübefront und Seiten bombiert. Die Beine halbhoch, in die Zargen einziehend, nur leicht geschweift; die Frontbeine enger, die wandseitigen Beine weiter auseinanderstehend, wodurch die Seiten im eleganten Schwung zur Rückwand hin nach außen ziehen. Die zwei Schübe der Front täuschen im Furnier eine vierschübige Komposition vor durch felderbildende Bandeinlage, wobei jeweils zwei seitliche Längsfelder mit großen, vielfach geschwungenen Rocaille-Beschlägen besetzt sind, mit feststehenden Henkelzügen, die C- und S-bogig vortreten. Die Beschläge im Gegensinn gestaltet, mit jeweils nach links bzw. nach rechts ausschwingenden Rocaillen. Entsprechend qualitätvoll die großen Schlüsselschildapplikationen in unterschiedlicher Gestaltung: der obere Beschlag im Hochoval, durchbrochen und asymmetrisch als Rocaille-Kartusche ausgebildet; der untere symmetrisch mit Muscheldekoration und einer Bekrönung in der Art hängender Flügel. Das feuervergoldete Beschlagwerk insgesamt von hoher bildhauerisch-plastischer Qualität. An den Ecken unter der Platte ansetzende, durchbrochene Volutenspangen, die in der geöffneten Kartusche Musikinstrumente wie Laute und Harfe enthalten, nach unten fortgesetzt durch an Bändern hängende Instrumente wie Tamburin, Dudelsack und Schalmei. Entsprechend kräftiger und schöner Beschlag in symmetrischer Ausformung an der Zargenzunge; asymmetrisch dagegen auf den bombierten Seitenfeldern, deren Marketerie im Rhombus ausgelegt ist. Die Kanten der Beine mit applizierten Profilen besetzt, die in die hochziehenden Sabots einlaufen. Abdeckplatte in braun-beigem Sarankulin-Marmor, den Bewegungen des Möbels folgend, mit Randprofil. Die Schlösserkästen in Messing, poliert, Schlüssel vorhanden.

Anmerkung:
Der Ebenist Landrin, 1710 - 1785, gehört zu den bedeutendsten seiner Zeit, war Nachfolger von Pierre II. Migeon. Viele seiner Kommoden sind in ähnlicher Weise ausgeführt. Landrin arbeitete auch für Denis Genty und stieg in den Rang der bedeutenden Ebenisten nach dem Tod von J. F. Oeben im Jahre 1764 auf. Flandrin wurde 1746 Gildemeister und im Jahre 1772 zum Präsidenten der Gilde ernannt.

Provenienz:
Wahrscheinlich Château de Millemont, Beginn 19. Jahrhundert. Sotheby’s, Monaco, Auktion 23.06.1985, lot 810. The Countess Spencer, Althorp. Sammlung Mr and Mrs Steven C. Hilbert.

Literatur:
Alexandre Pradère, Les ébénistes français de Louis XIV à la Révolution, Editions du Chêne, Paris 1989. (740461)

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.