Saturday, 20 September 2003

Auction September Auction Part II.

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Detailabbildung: Bedeutende museale Standuhr aus dem Reichsstift Keysersheim, Werkstatt Frater Michael

Lot 1388 / Bedeutende museale Standuhr aus dem Reichsstift Keysersheim, Werkstatt Frater Michael

1388
Bedeutende museale Standuhr aus dem Reichsstift Keysersheim, Werkstatt Frater Michael

Schmied um 1751, Uhrwerk von “Frater Bernadus Gänsbacher“, Keysersheim. Äußerst elegant gestaltete, repräsentative Rokoko-Standuhr, das Gehäuse in Weichholz-Korpus mit Nussbaum-Vogelaugenahorn, Rosenholz und Nusswurzelhölzern sowie Ahornwageneinlagen furniert. Der furnierte Uhrenkasten mit reicher Rokoko-Schnitzerei dekoriert. Dreiteiliger Aufbau: Ein nur wenig ausladender seitlich in der Front leicht bombierter, nach unten hin vier schräg gestellte Beinvoluten einlaufender Sockel, darüber zwischen Profilgesims, das den Wendelkasten trägt. Dieser zweifach tailliert, die Fronttüre in leichten Bombierungen gestaltet und mit einem herzfömig passig geschnittenen, Profil gerahmten und verglasten Einsichtfenster versehen. Der Uhrenkasten mit verglaster Fronttüre oben durch einen Segmentgiebel abgeschlossen. Mit seitlich schräg vortretenden Giebelstücken, darauf eine geschnitzte gefasste und vergoldete Bekrönung in Form von durchbrochenen Rechauds-Zierwerk mit Bandelwerk, seitlichen Gesimsvoluten und eine mittig aufsteigenden Palmette über kleinem Lambrequin. Der Uhrenkasten mit verglaster Fronttüre oben durch einen Segmentgiebel abgeschlossen mit seitlich schräg vortretenden Giebelstücken, darauf eine gestützte, gefasste und vergoldete Bekrönung in Form von durchbrochenem Rechauds-Zierwerk mit Bandelwerk, seitlichen Gesimsvoluten und eine mittig aufsteigenden Rechaudpalmette über kleinem Lambrequin. Die Uhrkastentüre entsprechend des Giebels, mittig in Schweifung hochgezogen, an den Ecken geohrt, die Rahmung furniert und mit gefasster und vergoldeter Innenleiste ausgestaltet. An den schmalen Seiten des Uhrenkastens kleine rundbogig geschlossene verglaste Fenster. Die Ecken des Uhrenkastens besetzt. Mit freischwingenden und C- und S-Bögen, die das Gebälk mit dem Sockel des Kastens verbinden. In äußerst qualitätvoller Rokokoschnitzerei mit Polypenrocaille und vollplastisch geschnitzten kleinen Blüten. In Nussbaum gebeizt und furniert. Der gesamte Uhrenkasten, Pendelkasten und Sockel an der Front und den glatten, geschweißten Seiten mit sich überschneidendem Bandwerkeinlagen dekoriert, die hellere und dunklere Felder ausbilden: Dunkle Nusswurzelfelder in Buchsbaumrahmung auf helleren Vogelahornfeldern, die wiederum durch schmalere und breitere Felder begrenzt sind. Am Pendel ein Seepferdchen. Das Wappentier des Abtes Coelestin Meermoos (regierte 1739 - 1741). Gehäuse Nussbaum, reich furniert mit Intarsien. Das Bogenschildziffernblatt innerhalb des Mondalter (21,5 Tage) Ziffernring sign. F.Bernardus Gensbacher Keysersheim. In der oberen Halbmondphase aus dem Zentrum Zeiger für Mondalteranzeige. Auf der linken Seite Hilfsblatt für Repititionabstellung. Auf der rechten Seite Hilfsblatt für Schlagwerkabstellung. Darunter Wochentaganzeige mit den astrologischen Symbolen. Linke Seite Monatsangabe mit den Tierkreiszeichen. Spendrels mit den Medaillons der vier Jahreszeiten. Versilberter Ziffernring. Unter der “12“ Hilfsziffernblatt für Sekundenzeiger. Über der “6“ Fenster für Datumsangabe. Feuervergoldete Bronze-Appliken mit Rocaillen und floralen Ornamenten auf dem ganzen Blatt verteilt. Acht-Tage-Gehwerk-Pendel zwischen Uhrwerk und Ziffernblatt 4/4- und Stunden-Rechenschlagwerk auf zwei Glocken-Antrieb mit Saiten, Flaschenzügen und Gewichten.
H.: 262 cm. Maximale Breite (Dachgesims): 64 cm. Maximale Tiefe: 36 cm. Deutsch, Mitte 18. Jhdt.

Catalogue price € 120.000,-

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