Thursday, 24 September 2015

Auction 16th - 18th Century Paintings

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Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand
Detailabbildung: Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand
Detailabbildung: Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand
Detailabbildung: Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand
Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand

Lot 430 / Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand

Detail images: Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand Detail images: Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand Detail images: Bartolomeo Nazzari, 1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand

430
Bartolomeo Nazzari,
1699 Clusone, Bergamo - 1758 Mailand

PORTRAIT EINES HERRNÖl auf Leinwand.
68 x 50 cm.

Catalogue price € 9.000 - 12.000 Catalogue price€ 9.000 - 12.000  $ 10,260 - 13,679
£ 8,010 - 10,680
元 70,290 - 93,720
₽ 644,490 - 859,320

 

Beigegeben eine Expertise von Prof. Fabrizio Magani.

Dieses Gemälde weist alle Stärken von Bartolomeo Nazzari auf. Man erkennt sogleich, dass er mit der europäischen Portraitmalerei des 18. Jahrhunderts, besonders der englischen, sehr vertraut war. Nach seinen Lehrjahren in Bergamo, während derer er vor allem von Fra' Galgario beeinflusst wurde, ging Nazzari nach Venedig, wo er sich mit der Malerei von Sebastiano Ricci, Antonio Pellegrini und Jacopo Amigoni auseinandersetzte. Hier wurde er bald zu einem der gefragtesten Portraitmaler der vornehmen Venezianer. Seine Arbeiten waren einerseits förmlicher, beschönigender Natur (wie zum Beispiel das „Bildnis des Francesco Correr“, Fondazione Giorgio Cini, Venedig), anderseits malte er aber auch nach anderen Idealen, wie denen von Rosalba Carriera, sehr moderne und weltmännische Portraits, die bei den Besuchern der Serenissima um 1740 großen Anklang fanden.
Auf dem vorliegenden Bildnis lassen sich die Ausgewogenheit, die gelungene Physiognomie, die Natürlichkeit der Pose und der ungekünstelte Ausdruck bewundern, die einen passenden Eindruck der dargestellten Person und ihres sozialen Ranges vermitteln. Dario Succi, der sich eingehend mit dem Gemälde beschäftigte, meinte, es könnte sich um ein Portrait des Malers Sebastiano Ricci handeln und zitierte hierzu dessen Selbstportrait in den Uffizien. Tatsächlich existiert noch ein weiteres Portrait von Sebastiano Ricci, das Nazzari am 2. Juni 1733 für 25 Zechinen an Feldmarschall von Schulenburg verkaufte.
In seiner Expertise weist Prof. Magani darauf hin, dass das Gemälde aus den Sammlungen der Wasa stammt, einer zum schwedischen Königshaus gehörenden Familie, in deren Besitz es wahrscheinlich durch den Verkauf der Güter von Carl Gustaf Tessin, dem schwedischen Botschafter in Wien, der 1736 wegen eines wichtigen Auftrags zu Giambattista Tiepolo nach Venedig reiste, an König Gustav III gelangte. (1021567) (21)


Bartolomeo Nazzari,
1699 Clusone, Bergamo – 1758 Milan

PORTRAIT OF A GENTLEMAN

Oil on canvas.
68 x 50 cm.

Accompanied by an expert’s report by Prof Fabrizio Magani.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.