Thursday, 25 March 2021

Auction Old Master Paintings - Part I

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Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
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Detailabbildung: Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda
Abel Grimmer, um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda

628
Abel Grimmer,
um 1570 Antwerpen - um 1619 ebenda

ANBETUNG DER KÖNIGE Öl auf Holz.
Durchmesser: 24,5 cm.

Catalogue price € 50.000 - 70.000 Catalogue price€ 50.000 - 70.000  $ 60,000 - 84,000
£ 45,000 - 63,000
元 385,500 - 539,700
₽ 4,514,500 - 6,320,300

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Der Maler hat das biblische Thema in eine nordische, verschneite Winterlandschaft versetzt. Das Rundformat zeigt die Hauptszene allerdings in der rechten Bildseite. Zwei der Könige betreten bereits das durch ein verschneites Vordach geschützte Stallgebäude. Dagegen wird das Bildzentrum durch einen Ziehbrunnen betont, davor der hier noch hinzukommende Mohrenkönig, in Begleitung eines ebenfalls dunkelhäutigen Knaben, trotz der allein schon optisch erfahrbaren Kälte hier mit nacktem Oberkörper. Über diesen Widerspruch wundert sich im Bild allein der links davon stehende Hund, auf den der Knabe auch zurückblickt. Diese gestalterische Subtilität zeichnet auch die künstlerische Auffassung des Malers aus. Auch die bewusst dezente Farbigkeit lässt sich als eines seiner Stilmittel auch in den weiteren seiner Werke beobachten. Eine etwaige Buntheit in den Farben der Kostüme der Könige und der Heiligen Familie wird ebenso vermieden, wie auch die fein und detailreich gemalten Architekturen, die links im Bild vorherrschen, nahezu in Grisailletönen gehalten sind. Die links stufig ansteigende Hügellandschaft gliedert die Architekturen in zwei übereinander gelagerte Ebenen: zuoberst eine Burganlage mit nach hinten folgenden Gebäuden und Türmen eines Städtchens, wohl eine Anspielung auf das biblische Bethlehem, darunter eine verschneite Gebäudegruppe mit davorstehend gezeigter Figuren- und Pferde-Staffage.
Lediglich der rote Farbtupfer im Beinkleid des Knaben markiert ganz bewusst das untere Zentrum der Darstellung. Die fast graphisch wirkende Feinpinseltechnik des Malers ist eine Stilcharakteristik, die sich auch in diesem Tondo geradezu exemplarisch zeigt.
Tondogemälde finden sich im Gesamtwerk Abel Grimmers nicht selten. Oft handelt es sich dabei um Jahreszeitenmotive - wozu auch dieses Bild gezählt werden könnte. Die häufig den Landschaften zugesellte biblische Szenerie kommt also nicht mehr als Hauptmotiv zur Geltung. Das hatte bereits die Tradition der Schule des Pieter Brueghel d. Ä. vorbereitet. Abel Grimmers Stil reduziert das Narrative im Detail, beschränkt sich auf Wesentliches, was auch im Sinne seiner produktiven Arbeitsweise dienlich war, allerdings auch die flämische Malerei dem Naturalismus näherbrachte. 1592 wurde er Mitglied der Lukasgilde seiner Heimatstadt. Mehrere seiner Bilder finden wir mit Signatur. So trägt auch dieses Tondo den Namenszug „ABEL GRIMMER FEZIT 1611“ oberhalb der Kante des Gebäudevordaches.
 
Anmerkung:
Der Maler war Sohn von Jacob Grimmer (1525/26-um 1590), der sich einen Namen gemacht hatte mit der Wiederholung von Arbeiten des Pieter Brueghel d. Ä. (um 1525 - um 1569), meist auf kleinen Holztäfelchen. Abel Grimmer wurde 1592 Meister der Antwerpener Sankt Lukas Gilde und übernahm dann die Werkstatt seines Vaters. Vor allem bekannt durch Arbeiten auf kleinem Format, wobei der Einfluss von Pieter Brueghel d.Ä. und Hans Bol (1534-1593) deutlich zu erkennen ist. Für sein Werk typisch ist die Vereinfachung und Systematisierung von Figuren und Landschaften, bei äußerst feiner und detailgenauer Wiedergabe. A.R.

Provenienz:
Sotheby’s, London, 19. Dezember 1985, Nr. 103.
Galerie Richard Green (Etikett verso).

Literatur:
Reine de Bertier de Sauvigny, Jacob et Abel Grimmer. Catalogue Raisonné, La Renaissance Du Livre, Brüssel, 1991, S. 276. (1260098) (11)


Abel Grimmer,
ca. 1570 Antwerp - ca. 1619 ibid.

The painter is the son of Jacob Grimmer (1525/26 - ca. 1590).
THE ADORATION OF THE MAGI 
Oil on panel.
Diameter: 24.5 cm.

The painter has changed the setting of this Bible subject into a Nordic, snow-covered winter landscape. The tondo painting shows the main scene on the right-hand side. The almost graphic fine painting is a characteristic feature of the and is almost exemplary in this tondo. Abel Grimmer frequently painted tondos throughout his career, quite often associated with the subject of The Seasons and the present painting could also be linked to this motif. These landscape paintings often comprise a Bible scene, but it is no longer the central motif, a tradition that had already been introduced by the school of Pieter Brueghel the Elder. In 1592 Grimmer became a member of the Guild of Saint Luke in his hometown. Several of his paintings are known to have a signature. The tondo on offer for sale here is also inscribed with “ABEL GRIMMER FEZIT 1611” above the edge of the building's canope.

Provenance:
Sotheby’s, London, 19 December 1985, no. 103.
Galerie Richard Green (label on the reverse).

Literature:
R. de Bertier de Sauvigny, Jacob et Abel Grimmer. Catalogue raisonné, La Renaissance du Livre, Brussels 1991, p. 276.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.

 

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