Thursday, 27 June 2013

Auction Porcelain, silver, rock crystal

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† Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)
Detailabbildung: † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)
Detailabbildung: † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)
Detailabbildung: † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)
† Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)

Lot 306 / † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)

Detail images: † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877) Detail images: † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877) Detail images: † Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)

306
† Seltene Intarsien-Bildplatte von Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)

28 x 21 cm.
Links unten in Gravur signiert "DF", in Ligatur daneben "Ble'".

Catalogue price € 18.000 - 22.000 Catalogue price€ 18.000 - 22.000  $ 20,520 - 25,079
£ 16,020 - 19,580
元 140,580 - 171,820
₽ 1,288,980 - 1,575,420

 

Hochrechteckige Bildplatte in Buchenholz, darauf Bildintarsien in Elfenbein sowie helleren und dunkleren Holzarten. Die Außenrahmung in Bronze, mit Vergoldung und feinem, elegantem Zungenblattfries. Die Bildfläche stellt im Zentrum einen Paradiesvogel mit weit im Schwung herabziehenden Schwanzfedern und langem Schnabel dar, der auf einem nach links gebogten Zweig sitzt, gänzlich umgeben von Ästen, Zweigen und Blättern eines Baumes mit ovalen Früchten. Der Baum wächst in der rechten unteren Ecke aus einer angedeuteten Uferböschung hervor, links wird die Bodenzone fortgesetzt durch eine mittelbraun dargestellte Wasserfläche mit dunkelblauen Wellenschlieren. Aus der Wasseroberfläche ziehen Schilfgräser und Wasserpflanzen mit Blütendolden hoch. Die Äste-, Zweige- und Blätterverteilung arabeskenartig flächenfüllend auf hellem Elfenbeingrund. Der Darstellungsstil, insbesondere die Asymmetrie und die randangeschnittenen Partien weisen bereits auf den frühesten Einfluss des Japonismus in Europa hin, der sich nach der Öffnung Japans dem Westen zu, ab 1854 ereignet hat und die gesamte europäische Kunst neu prägen sollte. Es sind nur noch zwei weitere Bildplatten dieser Art bekannt, eine befindet sich im Metropolitan Museum of Art, die andere im Philadelphia Museum of Art. Das Unternehmen Maison Giroux wurde um 1790 in Paris gegründet, von Ferdinand Duvinage 1867 übernommen und fortgeführt, bevor er 1874 alleiniger Inhaber des Unternehmens wurde. Nach seinem Tod führte seine Frau Rosali (geb. 1820) die Firma bis 1882 fort. Das Unternehmen wurde unter beiden Namen fortgeführt und dementsprechend auch bezeichnet. Kunsthandwerkliche Exponate dieses Unternehmens wurden 1867 in der Weltausstellung gezeigt und dort auch mit einer Silbermedaille ausgezeichnet, in der Folge erhielt das Unternehmen 1873 in der Wiener Ausstellung zwei Ehrenmedaillen. Mme. Rosali, die Inhaberin des Unternehmens ließ die Herstellungsweise 1877 patentieren und bereits 1878 wurden Objekte dieser Technik auf der Weltausstellung gezeigt, damals noch weitgehend unbekannt. Der japanisierende Einfluss in vorliegendem Objekt ist unverkennbar, dieser Stileinfluss wurde erstmals 1867 auf der Weltausstellung in Paris vorgeführt.

Literatur:
Danielle Kisluk-Grosheide, Maison Giroux and its "Oriental" marquetry technique, in: Furniture history, Band XXXV, 1999, S.154. (930101)


Rare marquetry plaque by Duvinage & Maison Alphonse Giroux (1813 - 1877)
28 x 21 cm.
Signed 'DF' in gravure at the bottom left and, next to that the letters 'Ble' (in ligature).

Only two other such plaques are known of held at the Metropolitan Museum of Art and the Philadelphia Museum of Art respectively

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.