Thursday, 24 September 2015

Auction 16th - 18th Century Paintings

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† Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen

Lot 401 / † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen

Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen Detailabbildung: † Jan van Kessel d. Ä., um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen

401
† Jan van Kessel d. Ä.,
um 1626 Antwerpen - 1679 Antwerpen

INSEKTEN, MUSCHELN UND SCHMETTERLINGEÖl auf Kupfer.
17 x 22,5 cm.
Rechts unten signiert „Joannes van Kessel fecit anno 1659“.

Catalogue price € 100.000 - 200.000

 

Dem Gemälde ist ein ausführliches Gutachten von Dr. Klaus Ertz, Lingen, vom 28. Ferbuar 2012 beigegeben. Trotz der authentischen Signatur bietet das Gutachten weitere Gemälde zum Vergleich, die sich in öffentlichen Sammlungen befinden, wie das Rheinisches Landesmuseum (Inv. Nr. 36.530), das Musée des Beaux-Arts in Straßbourg (Inv. Nr. 1777) und das Fitzwilliam Museum in Cambridge (Inv. Nr. 224 und 223). Sämtliche der genannten Gemälde finden sich auch mit Abbildungen in der im Gutachten genannten Literatur.

Das vorliegende Gemälde wurde bereits im Werkverzeichnis von 2012 unter der Nummer 347 auf S. 253 aufgenommen und auf S. 80, Abb. 77 farbig abgebildet.

Die Holztafel zeigt auf beige-grauem Untergrund zahlreiche Insekten, Muscheln und Schnecken, locker positioniert, jeweils von links oben beleuchtet mit leichter Schattenbildung nach rechts. Während die schwereren und größerformatigen Meeresschnecken in hellerer, nahezu goldgelber Farbgebung vorgestellt werden, zeigen sich die oben positionierten Schmetterlinge mit ausgebreiteten Flügeln sowie die Käfer in lebendigerer Farbgebung. So sind die naturgemäß liegenden, schwereren Gegenstände unten, die leichteren, geflügelten Tiere oben wiedergegeben. Ein schwerer, brauner Maikäfer befindet sich am Unterrand zwischen den Meeresschnecken, eine große Heuschrecke in zartem Grün bezeichnet die horizontale, imaginäre Trennlinie zwischen den beiden Bereichen. Dazwischen mehrere kleine Insekten, wie Stubenfliege, Laufkäfer und eine Libelle an einer Muschel.
Als Insektenmaler hat van Kessel sich von seinem Vorgänger Hoefnagel wesentlich dadurch abgesetzt, dass er die einzelnen Gegenstände nicht mehr im Sinne einer Naturaliensammlung nebeneinander und geordnet erscheinen lässt, sondern in lebendiger und unregelmäßiger Komposition. So nähert sich die Darstellung bereits dem Genre des Stilllebens. (1021374) (11)


Jan van Kessel the Elder,
ca. 1626 Antwerp – 1679 ibid.

INSECTS, MUSSELS AND BUTTERFLIES

Oil on copper.
17 x 22.5 cm.
Signed “Joannes van Kessel fecit anno 1659” at the lower right.

Accompanied by a detailed report by Dr Klaus Ertz, Lingen, dated 28 February 2012. Despite the authenticity of the signature the report additionally highlights four comparative paintings held in public collections: Rheinisches Landesmuseum (Inv. no. 36.530), the Musée des Beaux-Arts in Strassbourg (Inv. no. 1777) and the Fitzwilliam Museum in Cambridge (Inv. no. 224 and 223). The report also lists literature that comprises illustrations of all referenced paintings.

The present painting was included and illustrated in the 2012 catalogue raisonné with no. 347, p. 253 and with color illustration on p. 80, ill. 77.

As a painter of insects the major difference of Jan van Kessel’s work by comparison with his predecessor Hoefnagel is that van Kessel has not arranged the individual subjects side-by-side in the orderly manner of a natural history collection but in a lively and irregular composition. The work therefore seems closer to the Still Life genre.

This object has been individually compared to the information in the Art Loss Register data bank and is not registered there as stolen or missing.