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von Franz Werner Tamm

Objets de l’artiste dans nos ventes :

Hampel Franz Werner von Tamm,  genannt Monsù Daprait,  1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.
Auktion vom 19.06.2012

243

Franz Werner von Tamm, genannt Monsù Daprait, 1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.

GROSSES BLUMEN-, FRÜCHTE- UND JAGDSTILLEBEN Öl auf Leinwand.
96 x 133 cm.

Die farbig aufleuchtenden Gegenstände vor abgedunkeltem, nächtlichem, landschaftlichem Hintergrund drapiert. Zwei große, zum Teil geöffnete Kürbisse mit herausquellenden Kernen, rechts am Boden daneben Pfirsiche und Zitrusfrüchte mit dazwischenliegenden Kamelienblüten. Links daneben eine erlegte Wildente zwischen Früchten und abgebrochenen Rosenblüten sowie Winden, die von einem großen Blumenbukett herabhängen, das das obere linke Viertel des Gemäldes beherrscht, dahinter Andeutung eines steinernen Beckens mit überlaufendem Wasser. Rechts im Hintergrund eine blaue Bergspitze am Horizont, hinterleuchtet vom Licht der untergegangenen Sonne, während im letzten Licht ein kräftiger Weinstock mit blauen Trauben aufleuchtet, der sich zur rechten Bildecke hochzieht. Meisterhaft die farbliche Komposition und etwa Verteilung der Rotanteile, die vermehrt im Blumenbukett auftreten, sich aber in den anderen Objekten vereinzelt als Gegenposition wiederfinden. Die Pinselhandschrift zeigt lockeren Farbauftrag, zum Teil - wie an den Kürbissen - leicht ins Pastose übergehend.

Anmerkung:
Die gute Qualität des Gemäldes hat durch Prof. Giancarlo Sestieri zu einer Zuschreibung an den Maler Maximilian Pfeiler (1660 - 1720) geführt. Gutachten beiliegend. (8605275)


Franz Werner von Tamm, also known as „Monsù Daprait“,
1658 Hamburg - 1724 Vienna, attributed to
Oil on canvas.
96 x 133 cm.

Adjugé € 33.000

Hampel Franz Werner von Tamm,  genannt Monsù Daprait,<br />1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.
Auktion vom 19.06.2012

244

Franz Werner von Tamm, genannt Monsù Daprait,
1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.

BLUMENSTILLEBEN MIT FRÜCHTEN Öl auf Leinwand.
67,2 x 84 cm.

Im Zentrum des Bildes ein großer, gemischter Blumenstrauß mit rosafarbenen Rosen, gefüllten Anemonen, Zinnien und Strauchblumen, dazwischen feine Rispenblätter und hochstehende Nelken vor dunklem, nahezu schwärzlichem Hintergrund. An der Steinplatte links unten abgelegte Quitten und Äpfel, dazwischen dunkle und helle Trauben, rechts offene und noch geschlossene Feigen. Das Gemälde und die Peinture ganz in der Art der Werke des genannten Malers bzw. dessen Werkstatt, von hoher Qualität. (8605270)


Franz Werner von Tamm, also known as „Monsù Daprait,
1658 Hamburg - 1724 Vienna, attributed to
Oil on canvas.
67.2 x 84 cm.

Hampel Franz Werner von Tamm, <br />
genannt Monsù Daprait, <br />
1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.<br />
Guillaume Courtois, <br />
1628 - 1679, zug.
Auktion vom 23.03.2012

216

Franz Werner von Tamm,
genannt Monsù Daprait,
1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.
Guillaume Courtois,
1628 - 1679, zug.

GROSSES BLUMEN- UND FRÜCHTESTILLEBEN MIT ZWEI KNÄBLEIN Öl auf Leinwand.
95 x 129 cm.

Großformatiges, dunkelgrundig gehaltenes Werk, das in gleicher Weise der Stilleben- wie der Figurenmalerei zuzuordnen ist. Im Zentrum ein auf einer Steinbank sitzender, nackter Knabe, der den Kopf einem weiteren, rechts tiefer sitzenden Knaben zugewendet hat, während er mit dem Zeigefinger auf eine Rose deutet, dagegen hält der rechte Knabe ihm eine blaue Traubendolde entgegen. Das ikonografische Thema ist dadurch eindeutig gegeben, es handelt sich um den Vorzug des feinen Duftes der Liebe gegenüber dem Geschmack des Weintrinkens. Damit ist nicht nur ein moralischer Aspekt aufgeführt, der die Liebe über den Genuss stellt, sondern auch Geruch und Geschmack als zwei der fünf Sinne allegorisiert. Das Blumengebinde links oben enthält rote und rosafarbene Rosen, Nelken sowie Kaiserwinden, Symbol der Treue, was im Bild noch einmal deutlich thematisiert wird, in dem der Knabe sowohl auf die Rose, Symbol der Liebe, als auch auf die Winde, Symbol der Treue deutet. Links unten eine große, geöffnete Melone sowie blaue Trauben und Feigen, rechts hellere Trauben neben Pfirsichen, Birnen und Pflaumen. Auch hier handelt es sich um Anspielungen auf allegorische Inhalte wie etwa die Feige und die Pflaume als Symbol der Erotik. Das Gemälde in betonter Hell-Dunkel-Malerei vorgeführt, die Gegenstände in wirkungsvoller Naturalistik, zum Teil mit betonenden Glanzlichtern, die Körperfiguren in ausgeprägtem Sfumato wiedergegeben.

Anmerkung:
Zuschreibung durch Prof. Giancarlo Sestieri. (8514030)


Franz Werner von Tamm, called „Monsu Daprait“, 1658 Hamburg - 1724 Vienna, attributed to
Guillaume Courtois,
1628 - 1679, attributed to
Oil on Canvas.
95 x 129 cm.

Hampel Franz Werner von Tamm,<br />
1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.
Auktion vom 30.06.2011

241

Franz Werner von Tamm,
1658 Hamburg - 1724 Wien, zug.

BLUMENSTILLLEBEN Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen.
93 x 71 cm.

Anmerkung:
Franz Werner von Tamm wurde in seiner Anfangszeit durch Th. van Soesten und Johann Pfeiffer zum Historienmaler ausgebildet. Später wechselte er thematisch in die dekorative Blumen - und Früchtemalerei, wandte sich 1685 -1695 nach Rom und damit zu Mario Nuzzi, genannt Dei Fiori.
Unter dessen Anleitung entwickelt er sich zu einem Meister seines Faches. 1695 berief Leopold I. den Maler an den Wiener Hof, wo er den Ruf als einer der führenden Vertreter in der Stillebenmalerei erlangt hat; sein Einfluss auf diese Kunstform wirkt im gesamten 18. Jahrhundert.
Das vorliegende Bild ist wohl in der Anfangszeit der Wiener Hofmalerstellung entstanden, im Nachhall typischer italienischer Dekorationsmalerei fokussiert Tamm einzelne minutiös ausgeführte Blumen der Komposition; der Effekt der „differenten Fokussierung" führt zu einer räumlichen Tiefe des Bildes.
Die Fürstlich-Liechtensteinsche Galerie besitzt allein 24 (nach anderen Angaben 17) und die kaiserliche Gemäldegalerie acht Werke Tamms. In Dresden ist er mit zwei größeren und zwei kleineren Bildern, in Schwerin und Prag mit je einem vertreten.

Provenienz:
Privatbesitz.

Literatur:
Vgl. Hamburgisches Künstler-Lexikon, Bd. 1, Hamburg 1854, S. 261, 262. Beschreibendes Verzeichnis der Werke älterer Meister in der Großherzogl. Gemälde-Galerie zu Schwerin. Schwerin 1882. S. 614.
Die Historische Ausstellung der Akademie bildender Künste in Wien 1877, S. 267, 268.
Eduard v. Engerth, Kunsthistor. Sammlungen des allerhöchsten Kaiserhauses. Gemälde. Beschreibendes Verzeichnis Bd. III., Wien, 1886. S. 241 - 244.
Alfred Woltmann und Karl Woermann, Geschichte der Malerei, Bd. III, 2., Leipzig, 1888, S. 890.
H. Janitschek, Geschichte der deutschen Malerei, Berlin, 1890, S. 580. (821135)

Hampel Franz Werner von Tamm,  <br />1658 - 1724, zug.
Auktion vom 16.06.2010

530

Franz Werner von Tamm,
1658 - 1724, zug.

JAGDSTILLEBEN MIT ERLEGTEM FELDHASEN NEBEN BLAUEM JAGDBEUTEL MIT GÜRTEL, SCHNEPFEN UND VÖGELN IN LANDSCHAFT Öl auf Leinwand.
94 x 170 cm.
Im Hintergrund Schlossgebäude sowie Distelstrauch rechts vorne. (781132)