Artist Index
of Past auctions

Rachel Ruysch

Objects of the artist from past auctions:

Hampel Rachel Ruysch, 1664 - 1750 Amsterdam, Umkreis
Auction date 27.03.2009

296

Rachel Ruysch, 1664 - 1750 Amsterdam, Umkreis

BLUMENSTILLEBEN Öl auf Leinwand.

67,5 x 46,5 cm.

Vor dunklem Hintergrund Sonnenblume, Malven und Rosen in einer kugeligen Vase auf einem Steintisch.

Anmerkung:
Dem Gemälde ist eine Expertise von Ingvar Bergström, Göteborg, vom 5.01.1984, beigegeben, in dem das Gemälde als eine eigenhändige Arbeit der Künstlerin anerkannt wird. Das Werk wird mit einem sehr ähnlich gestalteten Blumenbildnis aus der Sammlung Mrs Roberts und Lamont, Wisconsin, USA (signiert und datiert “1689”) in Beziehung gesetzt, abgebildet in einer Publikation des Gutachters und Autors: “Dutch Still Life Painting in the 17th century”, London, 1956, Abb. 188.

Provenienz:
Seit 50 Jahren in deutschem Privatbesitz. (730161)

Hampel Rachel Ruysch
Auction date 09.12.2005

248

Rachel Ruysch

1664 - 1750 Amsterdam
WALDBODENSTILLEBEN

45 x 35,5 cm.
Öl auf Leinwand. Altdoubliert.
Gerahmt.

Dieses zum Frühwerk der naturwissenschaftlich geschulten Künstlerin gehörende Gemälde stellt ein sogenanntes Erd- oder Waldbodenstilleben dar. Im moosigen Dickicht sind nebeneinander symbiotisch Fauna und Flora miteinander vereint: Eine Eidechse, eine Schlange, Schmetterlinge, Pilze, Anemonen, Disteln, Trichterwinden sowie roter Wein. Die Bildkomposition überzeugt durch ihren scheinbar unarrangierten, wie der Natur selbst überlassenen Charakter. An einem Baumstumpf winden sich in sanften S-Schwüngen die langen, glatten Blumenstängel empor und enden etwas über dem Bildmittelgrund in den großen rot-weißen Blüten. Insgesamt ist das Bild in einer eher dunkleren Tonigkeit gehalten. Aus dieser erdigen Farbskala stechen die Blüten und Schmetterlinge in ihrem hellen und kräftigen Kolorit hervor. Der für Ruysch charakteristische, bemooste Vordergrund, ist - laut Dr. Sam Segal - “mit spritzigen weißen Pünktchen auf Grün und mit nur lokal schwammartig verzweigten Lichtreflexen“ malerisch wiedergegeben.

Provenienz:
Das Bild stammt aus einer englischen Privatsammlung und war 1949 in der Londoner Ausstellung “17th-19th Century Flower and Still Life Paintings“ (als Otto Marseus van Schrieck).

Anmerkung:
Wir danken Drs Fred G. Meijer, Rijksbureau voor kunsthistorische Dokumentatie (RKD), Den Haag. Nach persönlicher Begutachtung des Originals bestätigt er das Gemälde als ein ganz charakteristisches, frühes Werk der Künstlerin und datiert es auf etwa 1684. (600406)

Sold for € 60.000

Hampel Rachel Ruysch 1664 - 1750 Amsterdam
Auction date 09.12.2005

250

Rachel Ruysch 1664 - 1750 Amsterdam

BLUMEN IN EINER VASE AUF EINEM MARMORSIMS

Öl/Lwd. Doubliert.
88 x 72,5 cm.
Gerahmt.

Auf einem hellen, geäderten Marmorsims präsentiert sich in einer gebauchten Glasvase der locker und lebendig gesteckte Blumenstrauß. Auf der linken Seite ist schwarzer Samt mit goldener Fransenborte drapiert. Nuancierte Beobachtung und präzise Wiedergabe verschiedenster Blumenarten zeichnen dieses Bouquet aus: Schneeball, Klatschmohn, Rosen, Tulpen, Iris, Malve, Pfingstrosen, Ringelblume, Trichterwinde. Der gestalterische Aspekt liegt auf der geradezu artifiziell bewegten Ausformung der Blütenblätter und ihrer Musterung. Ihre Blattformen und Farbcharaktere werden genau wiedergegeben. Das Spiel mit unterschiedlichen Helligkeitswerten, bedingt durch den pointierten Lichteinfall von vorne, sowie die Modellierung der gewölbten Blattoberflächen in abgedunkelter Raumsituation, gibt Zeugnis einer sicheren Meisterhand.

Gutachten:
Dem Gemälde ist ein Gutachten von Dr. Sam Segal, Amsterdam, vom Juni 1990 beigegeben.

Anmerkung:
Wir danken Drs Fred Meijer, Rijksbureau voor kunsthistorische Dokumentatie (RKD), Den Haag für die persönliche Begutachtung des Originals. Fred G. Meijer zählt dieses Gemälde zu einer Gruppe von acht Stillebenbildern mit Blumen. Dazu gehören unter anderem auch ein Gemälde der Liechtenstein Sammlung von Rachel Ruysch sowie ein Gemälde des Fitzwilliam Museums von Walscapelle. Alle Gemälde dieser Gruppe zeichnen sich, so Fred G. Meijer, durch eine hervorragende Qualität aus. Meijer hält es auch für möglich, diese Gemäldegruppe der Schwester von Rachel Ruysch, Anna Ruysch, zuschreiben zu können. (6003112)

Sold for € 95.000

Hampel Rachel Ruysch 1664 Amsterdam - 1750
Auction date 07.12.2002

1529

Rachel Ruysch 1664 Amsterdam - 1750

BLUMENSTRAUSS IN EINER GLASVASE Aus dunklem Hintergrund aufleuchtend wiedergegebener Blumenstrauß, in einer birnenförmig-bauchigen dunkel wiedergegebenen Glasvase, die auf einem Steintisch steht. Die figurale Bildkomposition und die Komposition der Farbverteilung in meisterhafter Weise in eins zusammengeführt. Leuchtend tritt eine cremefarbene Rose am unteren Bereich des Arrangements hervor, darüber 2 weitere, seitlich geneigte Blütenköpfe, nach oben hin entwickelt die florale Komposition Stengelblüten, wie geflammte Tulpen sowie als oberen Abschluß eine im Stil hochziehende mit dem Kopf wieder herabhängende Mohnblütenknospe. Die dunklen Lehrräume der Seiten in geschickte Weise durch mehrfach verschlungene Blütenstengel und Blattwerk kompositionell ausgefüllt. Die Qualität des Gemäldes zeigt sich auch in der perfekten Abstufung nur weniger, aber nichts desto weniger leuchtender Farben zwischen dunklem bräunlich-rot und cremigen, rosa durchsetzten Beige sowie den Grünabstufungen zwischen beige, grün und dunkelbraun. Links unten sign. und dat. 1716. Öl/Lwd., Doubl. 58 x 45.5 cm. Dem Gemälde sind Expertisen von Professor Ingvar Bergström vom 10.Dezember 1984 sowie von Sam Segal vom 21.Dezember 1984 sowie ein untersuchungsbericht von Ekkehard Weber, vormals Chefrestaurator am Wallraf-Richartz-Museum, Köln vom Januar 2001 beigegeben. Das Gemälde wurde in der Ausstellung "Wahre Wunder-Sammler und Sammlungen im Rheinland", Köln, November 2000 - Februar 2001 ausgestellt und im Katalognr. C 72 beschrieben mit Abbildung S. 117 (ganzseitig). (400971)

Sold for € 24.000