Artist Index
of Past auctions

Hyacinthe Rigaud

Objects of the artist from past auctions:

Hampel Hyacinthe Rigaud, <br />1659 - 1743, zug.
Auction date 09.12.2011

297

Hyacinthe Rigaud,
1659 - 1743, zug.

PORTRAIT DES KARDINAL GUILLAUME DUBOIS, ERZBISCHOF VON CAMBRAI, 1656 - 1723 Öl auf Leinwand.
82 x 66 cm. (842141)

Sold for € 18.000

Hampel Hyacinthe Rigaud, <br />
1659 Perpignan - 1743 Paris, Werkstatt
Auction date 05.12.2008

302

Hyacinthe Rigaud,
1659 Perpignan - 1743 Paris, Werkstatt

PORTRAIT DES DUC D’ANTIN

Öl auf Leinwand.
145 x 114 cm.
Im vergoldeten Rahmen mit eleganten Régence-Schnitzereien.


Dargestellt ist der Duc d’Antin, 1665 - 1736, Stiefsohn König Ludwig XIV. Nahezu in Lebensgröße im Dreiviertelportrait wiedergegeben, im Harnisch und mit darübergelegtem, blauem Mantel mit Hermelin. Körperhaltung leicht nach links, der Kopf in Gegenbewegung nach rechts, gerahmt von graugepuderter Allongeperücke. Seine rechte Hand auf einen Feldherrnstab gestützt, die linke in eleganter Pose an die Hüfte gelegt. Seitlich unter dem zurückgerafften Mantel der Schwertknauf, darüber der Orden de Saint Ésprit (Kreuz mit Wiedergabe der Heilig-Geist-Taube). Der Dargestellte vor wolkiger Abendlandschaft, links abgestellt der zur Rüstung gehörige Helm mit Visier. Der Glanz der polierten Rüstung polychrom schimmernd, die weit herabgezogenen Haarlocken wie zufällig über den Mantel fallend, was die legere Stil-haltung der Zeit nach 1700 charakterisiert. In dieser Weise ebenso das Ordensband weit unterhalb der Taille (später) angesetzt. Feine, hochqualitätvolle Malerei von der Hand des Meisters unter Beteiligung der Werkstatt. Der Orden mit Ordensband als spätere Einbringung, nachdem der Orden verliehen wurde, das Verleihdatum unbekannt.

Anmerkung:
Die Eigenhändigkeit des Gemäldes sowie die Werkstattbeteiligung ist dankenswerterweise vom Verfasser des Werkverzeichnisses zu Hyacinthe Rigaud, Stephan Perrau, einem Schreiben von Professor Börsch-Suppan, Berlin, sowie Ludwig Meyer, Archiv für Kunstgeschichte München, erfolgt. Sämtliche gutachterlichen Stellungnahmen sind sich darin einig, dass es sich bei vorliegendem Bild um eine Werkstattarbeit handelt, vor eventuellen späteren Wiederholungen.
Alastair Laing, Curator of Pictures & Sculpture, The national Trust, London, schreibt: „(...) It’s impossible to asses the portraits produces by Rigaud himself, by members of his studio, and by ousider copyists, and to differentiate between them without seeing them in the flush. In the case of the Duc D’Antin it is particulary difficult, because copies were being produced by the studio before the original has been completed (...) The copyist used the already completed bust, and combined it with the body tin draped armour of the identically posed portrait of the maréchal de Villars, which Rigaud painted in 1704 (...) Even in the photograph of your picture, one can clearly see the gold and silver of d’Antin’s belt showing through the blue ribaud, so it is clear that this part was painted later - making it stay likely that your picture - which looks of good qulity in the photograph - is a product of Rigaud’s studio and not of some later outsider copyist.“

Prof. Börsch-Suppan nimmt folgendermaßen Stellung: „Das Rigaud-Bildnis ist eines der imposantesten, das der Maler geschaffen hat. Wo sich das Original befindet, ob es überhaupt noch vorhanden ist, ist nicht bekannt. Man kennt es durch drei Kopien in Versailles und Stichreproduktionen von F. Cherau, N. Tardieu und J. Audran.“ Im selben Schreiben wird das Gemälde als eine völlig überzeugende frühe Wiederholung des Künstlers und seiner Werkstatt eingestuft, mit der Bemerkung, dass der Orden später hinzugefügt worden ist. „(...) das Datum der Erfindung ist für 1708 gesichert. Auf den drei Kopien in Versailles befindet sich das Ordensband schon in der ursprünglichen Anlage.“

Damit dürfte klargestellt sein, dass das hier vorliegende Bild vor den späteren, heute in Versailles befindlichen Gemälden entstanden ist, da der dem Dargestellten verliehene Orden hier im Bild später eingefügt wurde. Auch Ludwig Meyer ist dieser Auffassung, in dem er eine spätere Entstehung des Bildes aus den genannten Gründen ausschließt. (721491)

Sold for € 34.000

Hampel Hyazinthe Rigaue 1659 - 1743 Paris, zug.
Auction date 09.12.2005

300

Hyazinthe Rigaue 1659 - 1743 Paris, zug.

PORTRAIT EINES ADELIGEN HERREN IN RÜSTUNG

Öl/Lwd. Doubliert. Gerahmt.
80 x 63 cm.
(601817)

Sold for € 7.500

Hampel Hyacinthe Rigaud  1659 Paris - 1743 Werkstatt, Umkreis des
Auction date 05.12.2003

906

Hyacinthe Rigaud 1659 Paris - 1743 Werkstatt, Umkreis des

HÖFISCHES HERRENPORTRAIT Ein junger Herr in brauner Alonge-Perücke, den Kopf zum Betrachter gerichtet, blickt leicht über die Schulter und hält die Hand an den Kragen seines brokatbestickten Mantels.

Öl/Lwd.

H.:82 cm. B.: 65 cm. (4920210)

Hampel Hyacinthe Francois Rigaud  1659 Perpignan  - 1743 Paris  (Werkstatt)
Auction date 07.12.2002

1563

Hyacinthe Francois Rigaud 1659 Perpignan - 1743 Paris (Werkstatt)

PORTRAIT FRIEDRICH AUGUST II., KURFÜRST VON SACHSEN UND KÖNIG VON POLEN Der Dargestellte im Harnisch mit weiß gepudeter Allonge-Perücke und rotem Schulterumhang vor abgedunkelten Hintergrund mit leichter Aufhellung überhalb der linken Schulterpartie. Fein gemaltes Bildnis des Kurfürsten im jugendlichen Alter vor seinem Regierungsantritt. Friedrich August II. geb. 1696 - 1763 war ab 1733 Kurfürst von Sachsen und als August III König von Polen, Sohn von August dem Starken. Das Bildnis gibt dem Portraitierten wohl sehr kurz vor seinem Regierungsantritt als Kurprinz wieder. Von Rigaud in der Gemäldegalerie Dresden ein großformatiges ganzfiguri-ges Bildnis, das in Galeriein-ventar von 1722 genannt wurde. Dementsprechend tragt der Dargestellte hier noch nicht die Auszeichnungen König von Polen sondern ausschließlich die blaue Schärpe. Feingemaltes Portrait, der Anteil der Meisterhand in den Werkstattwiederholungen müßte erst geklärt werden. Öl/Lwd., Doubliert, im zeitgenössischem Rahmen. 82 x 65 cm. (400798)