Versteigerungsbedingungen
des Auktionshauses

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1. Auktion

1.1. Die Versteigerungen, die durch die Firma Hampel Fine Art Auctions GmbH & Co. KG, vertreten durch den Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Holger Hampel – nachfolgend „Auktionshaus“ genannt – durchgeführt werden, stellen freiwillige Versteigerungen im Sinne der §§383 Abs.3, 474 Abs.1 S.2 BGB dar. Das Versteigerungsgut wird für Rechnung und im Namen des Einlieferers versteigert. Ausschließlich Versteigerungsgut, das im Auktionskatalog mit „†“ gekennzeichnet ist, wird durch das Auktionshaus in eigenem Namen auf Rechnung des Einlieferers auf Kommission versteigert.
1.2. Alle Ansprüche des Ersteigerers aus der Versteigerung richten sich gegen den Einlieferer, außer das Auktionshaus hat das betreffende Versteigerungsgut in Kommission versteigert. Soweit eine Versteigerung in Kommission erfolgt, richten sich die Ansprüche des Käufers gegen das Auktionshaus nach Maßgabe der Bestimmungen in diesen Bedingungen.
1.3. Das Auktionshaus bestimmt diejenige natürliche Person, welche die Versteigerung in seinem Namen und Auftrag leitet. Ein Vertrag zwischen dem Ersteigerer und diesem Personenkreis kommt nicht zustande.
1.4. Diese Bedingungen gelten unmittelbar für die Auktion. Sie finden entsprechende Anwendungen auf den Nachverkauf von Versteigerungsgut, das in der Versteigerung nicht zugeschlagen wurde. Auf den Nachverkauf gelten die in Ziffer 13. dieser Bedingungen getroffenen Bestimmungen.
1.5. Durch Abgabe eines Gebotes erkennt der Ersteigerer die Geltung dieser Bedingungen, die auf der Rückseite der Gebotsformulare sowie im Katalog abgedruckt sind, in den Räumlichkeiten des Auktionshauses aushängen und auf der Internetseite des Auktionshauses unter „www.hampel-auctions.com“ veröffentlicht sind, ausdrücklich an.
1.6. Eigene Geschäftsbedingungen des Ersteigerers haben keine Geltung.

2. Katalog

2.1. Die Katalogtexte liegen in deutscher und bei ausgesuchten Objekten in englischer Sprache vor. In allen Zweifelsfällen ist die deutsche Version des Kataloges maßgebend. Fremdsprachige Katalogangaben sind lediglich ein Service des Auktionshauses und für das Rechtsverhältnis zum Ersteigerer ohne Belang.
2.2. Ist fraglich, welches Versteigerungsgut vom Ersteigerer beboten und auf der Auktion zugeschlagen wurde, ist die im Katalog genannte Nummer maßgebend, nicht der Titel.
2.3. Der Einlieferer und das Auktionshaus übernehmen keine Haftung dafür, dass Reproduktionen und Fotos im gedruckten Katalog farblich vom Original des Versteigerungsgutes abweichen.
2.4. Im Eigentum des Auktionshauses stehendes Versteigerungsgut ist im Katalog mit „e“, das für Eigenware steht, besonders gekennzeichnet.
2.5. Das Auktionshaus darf Katalognummern verbinden, trennen und, soweit ein besonderer Grund vorliegt, in einer anderen als der im Katalog vorgesehenen Reihenfolge aufrufen oder zurückziehen.

3. Preise

3.1. Die im Katalog des Auktionshauses angegebenen Schätzpreise sind lediglich ein unverbindlicher Anhaltspunkt für den Ersteigerer. Sie können Mindestzuschlagspreise sein, wenn das Auktionshaus mit dem Einlieferer ein Limit vereinbart hat.
3.2. Alle Schätzpreise sind in Euro beziffert, dementsprechend werden Zuschläge in Euro erteilt. Jede Angabe von Fremdwährungen ist rechtlich unverbindlich.
3.3. Der für das zugeschlagene Versteigerungsgut zu bezahlende Gesamtpreis setzt sich zusammen aus: a) dem Zuschlagspreis, b) der Provision des Auktionshauses, das sog. Aufgeld gemäß Ziffer 10.1. dieser Bedingungen, c) gegebenenfalls dem Anteil der in Ziffer 10.2. dieser Bedingungen geregelten Folgerechtsabgabe, d) der Umsatzsteuer in jeweils gesetzlich geltender Höhe, soweit nicht bereits im Aufgeld enthalten und e) ggf. im Einzelfall anfallende und vom Auktionshaus nachzuweisende Kosten/Aufwendungen oder vereinbarte Umlagen.

4. Bieter

4.1. Jeder Bieter erhält nach Vorlage eines gültigen Personaldokumentes und Zulassung zur Auktion vom Auktionshaus eine Bieternummer.
4.2. Von Bietern, die dem Auktionshaus noch unbekannt sind bzw. mit denen das Auktionshaus noch keine Geschäfte getätigt hat, benötigt es spätestens am Vorabend der Auktion eine schriftliche Anmeldung sowie gegebenenfalls auf Anforderung des Auktionshauses eine A-conto-Zahlung. Nur nach Erhalt dieser Zahlung, sofern sie gefordert wurde, erfolgt eine Zulassung zur Auktion und Erteilung einer Bieternummer.
4.3. Nur unter dieser Bieternummer abgegebene Gebote werden auf der Auktion berücksichtigt.
4.4. Bieter erwerben, soweit der Zuschlag erteilt wird, grundsätzlich im eigenen Namen und für eigene Rechnung. Will ein Interessent Gebote im Namen eines Dritten abgeben, hat er dies spätestens 24 Stunden vor Auktionsbeginn unter Nennung von Namen und Anschrift des Vertretenen sowie unter Vorlage einer zeitnah erteilten schriftlichen Vollmacht dem Auktionshaus ausdrücklich mitzuteilen. Anderenfalls kommen die Verträge (vgl. Ziffer 7.3 dieser Bedingungen) bei Zuschlag mit dem Bieter zustande. In Fällen einer Stellvertretung ist der unter Ziffer 4.2. dieser Bedingungen geregelte Bonitätsnachweis für den Vertretenen zu führen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des gesetzlichen Vertretungsrechtes gemäß den §§164 ff. BGB.

5. Gebote von Anwesenden

Gebote von bei der Auktion persönlich anwesenden Personen werden durch deutliches Zeigen der Bieternummer abgegeben.

6. Gebote von Abwesenden

6.1. Gebote von bei der Auktion abwesenden Personen können telefonisch, schriftlich, über die Website oder in der Internet-Live-Auktion – nicht jedoch per Email – abgegeben werden.
6.2. Gebote einer abwesenden Person werden nur zugelassen, wenn der Bieter spätestens am Vorabend der Auktion beim Auktionshaus die Zulassung hierzu beantragt hat. Der Antrag muss das Versteigerungsgut mit Katalognummer und Titel bezeichnen. Im Zweifelsfall ist die Katalognummer maßgebend; Unklarheiten gehen zu Lasten des Bieters. Für die Bearbeitung der Gebote in Abwesenheit übernimmt das Auktionshaus keine Gewähr. Insbesondere haftet es nicht für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen oder für Übermittlungsfehler. Dies gilt nicht, soweit das Auktionshaus einen Fehler wegen Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit zu vertreten hat.
6.3. Schriftliche Gebote können ausschließlich innerhalb der unter Ziffer 6.2. dieser Bedingungen genannten Frist zugelassen werden, wenn diese durch ein ordnungsgemäß ausgefülltes, hierfür vom Auktionshaus zur Verfügung gestelltes Formular „Schriftliche Gebote“ abgegeben werden, das vom Bieter persönlich unterschrieben ist. Das Formular ist in den Geschäftsräumen des Auktionshauses sowie auf dessen Internetseite „www.hampel-auctions.com“ erhältlich und ist in den Katalogen abgedruckt. Alle schriftlichen Gebote gelten als in der Versteigerung bereits abgegebene Gebote. Liegen mehrere gleichhohe schriftliche Gebote für dasselbe Versteigerungsgut vor, erhält das beim Auktionshaus zuerst eingetroffene Gebot den Zuschlag, wenn kein höheres Gebot vorliegt oder abgegeben wird. Bei gleichem Eingangstag entscheidet das Los. Jedes schriftliche Gebot, das grundsätzlich als Maximalgebot gilt, wird vom Auktionshaus interessewahrend nur insoweit in Anspruch genommen, wie dies zum Überbieten eines anderen Gebotes notwendig ist.
6.4. Telefonische Gebote werden ausschließlich zugelassen, wenn sie durch ein ordnungsgemäß ausgefülltes, hierfür vom Auktionshaus zur Verfügung gestelltes Formular „Telefonische Gebote“ angekündigt/angemeldet werden, das dem Auktionshaus innerhalb der unter Ziffer 6.2. dieser Bedingungen genannten Frist zugeht. Das Formular ist in den Geschäftsräumen des Auktionshauses sowie auf dessen Internetseite „www.hampel-auctions.com“ erhältlich und ist in den Katalogen abgedruckt. Telefonische Gebote werden durch einen im Auktionssaal anwesenden Telefonisten für den Bieter ausgeführt, sie können vom Auktionshaus aufgezeichnet werden. Mit dem Antrag zum telefonischen Bieten erklärt der Bieter sein Einverständnis mit der Aufzeichnung.
6.5. Telefonische Gebote können nicht nach den §§312 b – d BGB widerrufen werden, da ein auf ein telefonisches Gebot hin zustande gekommener Vertrag keinen Fernabsatzvertrag im Sinne des §312 b BGB darstellt.
6.6. Gebote von abwesenden Neukunden und abwesenden ausländischen Bietern können nur berücksichtigt werden, wenn sie in den in Ziffer 6.3. und 6.4. dieser Bedingungen genannten Formularen mindestens ihre Kontoverbindung benannt sowie eine Kopie ihres Personalausweises oder Reisepasses beigelegt und, sofern gefordert, die A-conto-Zahlung geleistet haben.
6.7. Änderungen oder Stornierungen von schriftlichen Geboten sowie Anmeldungen zu telefonischen Geboten müssen spätestens am Vorabend der Auktion beim Auktionshaus eingegangen sein. Sämtliche Unklarheiten gehen zu Lasten des Bieters.

7. Zuschlag

7.1. Der Aufrufpreis wird von dem mit der Durchführung der Versteigerung beauftragten Auktionator nach seinem Ermessen festgelegt. Er soll grundsätzlich die Hälfte des Schätzpreises nicht unterschreiten. Gesteigert wird im Regelfall um jeweils ca. 10% des vorangegangenen Gebotes. Die Entscheidung darüber obliegt dem Auktionshaus.
7.2. Die Verträge zwischen dem Einlieferer und dem Ersteigerer (Vermittlung) sowie zwischen dem Auktionshaus und dem Ersteigerer (Kommission) kommen durch den Zuschlag zustande. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird.
7.3. Der Ersteigerer bleibt an sein Gebot auch dann gebunden, wenn ein nachfolgendes Übergebot vom Auktionshaus abgelehnt wird oder dessen Unwirksamkeit spätestens einen Monat nach Erteilung des Zuschlages feststeht.
7.4. Das Auktionshaus kann nicht nur ein Gebot ablehnen und/oder den Zuschlag verweigern. Es kann insbesondere einen erteilten Zuschlag auch zurücknehmen und das Versteigerungsgut erneut aufrufen, wenn ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot irrtümlich übersehen wurde oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Mit dem erneuten Aufruf und/oder Zuschlag wird der frühere Zuschlag unwirksam.
7.5. In Einzelfällen kann das Auktionshaus – insbesondere bei Nichterreichen eines vom Einlieferer gesetzten Limits – den Zuschlag unter Vorbehalt erteilen. Hierauf wird bei Erteilung des Zuschlags durch das Auktionshaus durch den Hinweis „unter Vorbehalt“ oder „u.V.“ ausdrücklich hingewiesen. Der unter Vorbehalt erteilte Zuschlag wird nur wirksam, wenn das Auktionshaus das Gebot innerhalb von einem Monat nach dem Tage der Versteigerung schriftlich oder konkludent u.a. durch Rechnungsstellung bestätigt. Zur fristgemäßen Bestätigung des Vorbehaltszuschlages genügt die rechtzeitige Absendung innerhalb der Monatsfrist an die dem Auktionshaus bekanntgegebene Adresse des Ersteigerers. Ohne Bestätigung des Vorbehaltszuschlages erlischt dieser mit Ablauf der vorgenannten Fristen.
7.6. Mit dem Zuschlag geht die Gefahr der zufälligen Verschlechterung oder des Untergangs des zugeschlagenen Versteigerungsgutes auf den Ersteigerer über. Dieser hat das Versteigerungsgut spätestens binnen zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlages abzuholen. Ergänzend hierzu finden die Bestimmungen in Ziffer 9.1. dieser Bedingungen Anwendung.
7.7. Das Auktionshaus ist nicht verpflichtet, das Versteigerungsgut vor vollständiger Bezahlung aller vom Ersteigerer geschuldeten Beträge/des gemäß Ziffer 3.3 dieser Bedingungen geschuldeten Preises herauszugeben.

8. Zahlung

8.1. Die vom Ersteigerer geschuldeten Beträge im Sinn von Ziffer 3.3. und dieser Bedingungen sind mit Erteilung des Zuschlags fällig.
8.2. Alle Rechnungen, die während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellt werden, stehen unter dem Vorbehalt der Nachprüfung.
8.3. Zahlungen sind grundsätzlich in bar geschuldet. Unbare Zahlungen – inkl. solcher per Scheck – bedürfen der Vereinbarung im Einzelfall und werden nur erfüllungshalber angenommen. Alle Kosten, Steuern, Spesen etc. einer unbaren Zahlung gehen zu Lasten des Ersteigerers.
8.4. Zahlungsverzug tritt zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlages ein. Für jedes Mahnschreiben hat der Ersteigerer dem Auktionshaus einen Betrag in Höhe von EUR15,- inkl. jeweils geltender gesetzlicher Mehrwertsteuer pro Schreiben zu ersetzen. Vom Eintritt des Verzuges an ist der geschuldete Betrag im Sinne von Ziffer 3.3. dieser Bedingungen in Höhe von 1% p.m. zu verzinsen. Weitere Ansprüche des Auktionshauses bzw. des Einlieferers bleiben hiervon unberührt. Der Einlieferer, handelnd durch das Auktionshaus, das nach seinem Ermessen entscheidet, oder das Aktionshaus im Falle der Kommission können auf Zahlung nebst Abnahme bestehen oder nach Setzen einer Nachfrist von zwei Wochen vom Vertrag zurücktreten. Das Recht, Schadensersatz zu verlangen, wird durch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. Das Auktionshaus kann u.a. seinen eigenen Schaden gegenüber dem Ersteigerer geltend machen. Dieser Schadensersatzanspruch umfasst auch die Einliefererprovision und das Aufgeld des Auktionshauses, die Kosten der Insertion, Katalogabbildung und Versicherung sowie die Kosten der Rücklieferung und einer etwaigen neuerlichen Versteigerung inkl. anfallender Lager-, Handlings- und weiterer Versicherungskosten. Des Weiteren sind von diesem Schadensersatzanspruch die Kosten der Rechtsverfolgung sowie der mögliche Mindererlös bei neuerlicher Versteigerung umfasst. Auf Herausgabe eines Mehrerlöses hat der säumige Ersteigerer keinen Anspruch. Ansprüche, die dem Einlieferer zustehen, kann das Auktionshaus aufgrund entsprechender Vollmacht, die mit dem Versteigerungsauftrag erteilt wurde, unmittelbar gegenüber dem Ersteigerer im eigenen Namen geltend machen (Prozessstandschaft).
8.5. Das Eigentum an dem zugeschlagenen Versteigerungsgut geht erst nach vollständiger Zahlung des geschuldeten Rechnungsbetrages an das Auktionshaus auf den Ersteigerer über.
8.6. Der Ersteigerer kann sowohl gegenüber dem Einlieferer wie gegenüber dem Auktionshaus nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungs- und Leistungsverweigerungsrechte stehen ihm, soweit er Kaufmann im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen ist, nicht zu.
8.7. In Fällen des Rücktritts und/oder der Geltendmachung des Schadensersatzanspruchs im Sinne von Ziffer 8.4. dieser Bedingungen ist das Auktionshaus dazu berechtigt, den Ersteigerer von Geboten in weiteren Versteigerungen auszuschließen.
8.8. Sofern der Ersteigerer dem Auktionshaus seine Kreditkartendaten überlassen hat, ist das Auktionshaus nach erfolgtem Zuschlag berechtigt, die von dem Ersteigerer geschuldeten Entgelte gemäß Ziffer 3.3. und der vorstehenden Bedingungen der Kreditkarte des Ersteigerers zu belasten.

9. Abholung

9.1. Das Auktionshaus lagert und versichert das vom Ersteigerer nach Ziffer 7.6. dieser Bedingungen abzuholende Versteigerungsgut in Höhe des Zuschlagspreises auf seine Kosten bis zum Ablauf von 2 Wochen nach Erteilung des Zuschlages. Die Versicherung deckt alle Sachgefahren ab wie Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Vandalismus, einfachen Diebstahl, Beschädigungsrisiko und Abhandenkommen des Versteigerungsgutes in den Räumlichkeiten des Auktionshauses. Nach Ablauf von 2 Wochen nach Erteilung des Zuschlages hat das Auktionshaus das Recht, das Versteigerungsgut im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einer Spedition einzulagern und versichern zu lassen oder gegen Berechnung einer Tagespauschale für Lager- und Versicherungskosten in eigenen Räumen einzulagern. Die Pauschale ist größenabhängig und reicht pro Versteigerungsgut von EUR1,- bis EUR 5,- täglich.
9.2. Der Transport von zugeschlagenem Versteigerungsgut erfolgt ausschließlich nach schriftlicher Instruktion des Ersteigerers. Das Auktionshaus haftet nur für ordnungsgemäße Auslieferung des Versteigerungsgutes an den Spediteur, den Frachtführer oder die sonst zur Ausführung des Transportes bestimmten Personen. Es gilt §447 Abs.1 BGB.

10. Aufgeld, Folgerechtsabgabe und weitere Kosten

10.1. Zusätzlich zum Zuschlagspreis hat der Ersteigerer ein Aufgeld von 27% des Zuschlagspreises zu bezahlen. Darin ist die Umsatzsteuer in jeweils gesetzlich geltender Höhe auf das Aufgeld enthalten. Sie wird nicht mehr separat ausgewiesen. Im Einzelnen gelten die Regelungen von §25 a UStG, sog. Differenzbesteuerung. Kommissionsware im Sinne von Ziffer 1.1 dieser Bedingungen, die mit einem „†“ markiert ist und im eigenen Namen auf Rechnung des Einlieferers versteigert wird, unterliegt der regulären jeweils geltenden Umsatzbesteuerung. Auf den Zuschlagspreis bei Zuschlag und das Aufgeld von dann netto 22,7% des Zuschlagspreises bei Zuschlag wird die Umsatzsteuer in jeweils gesetzlich geltender Höhe erhoben und auf der Rechnung separat ausgewiesen. Auf Bücher findet der reduzierte Umsatzsteuerbetrag des §12 Abs. 2 Nr. 1 UStG (derzeit 7%) Anwendung. Im Einzelfall kann zur Differenzbesteuerung gemäß §25 a UStG optiert werden. Auf ergänzende Erläuterungen im Katalog wird Bezug genommen. Im innereuropäischen Verkehr ist eine Teilnahme am USt – ID – Verfahren möglich. Eine Erstattung der Umsatzsteuer ist in allen Fällen nur bei Exporten außerhalb der EU möglich.
10.2. Der Ersteigerer übernimmt im Verhältnis zum Einlieferer die Zahlung der gesetzlichen Folgerechtsabgabe zur Hälfte. Sie wird gemäß §26 Abs.1 UrhG geschuldet bei Veräußerung von Originalen eines Werkes der Bildenden Künste, an denen das Urheberrecht noch nicht erloschen ist. Sie wird separat ausgewiesen und – gegebenenfalls auch nachträglich – in Rechnung gestellt.
10.3. Unberührt bleibt die Verpflichtung des Ersteigerers, die in diesen Versteigerungsbedingungen geregelten Kosten wie Mahngebühren, Transport- und Versicherungskosten, Kosten der Rechtsverfolgung, Zinsen etc. zu bezahlen.
10.4. Das Auktionshaus ist berechtigt, die in Ziffer 10.3. dieser Bedingungen genannten Ansprüche, auch soweit sie dem Einlieferer zustehen, im eigenen Namen gegenüber dem Ersteigerer geltend zu machen und ggf. einzuklagen. Der Einlieferer hat entsprechende Vollmacht mit Erteilung des Versteigerungsauftrages bereits erteilt.

11. Zustand des Versteigerungsgutes

11.1. Sämtliches Versteigerungsgut kann vor der Auktion in den Räumlichkeiten des Auktionshauses während der Vorbesichtigungszeiten besichtigt und ohne zeitliche Beschränkungen geprüft werden. Versteigerungsgut ist grundsätzlich gebraucht, hat ein gewisses Alter und befindet sich in einem Zustand – insbesondere Erhaltungszustand – der seiner Provenienz, seinem Alter, seiner bisherigen Verwendung und seinem bisherigen Gebrauch entspricht.
11.2. Dementsprechend wird sämtliches Versteigerungsgut vom Auktionshaus in demjenigen Zustand zugeschlagen, in dem es sich bei Erteilung des Zuschlages befindet („as is“).
11.3. Der tatsächliche Zustand ist vereinbarte Beschaffenheit im Sinne des §434 Abs.1 Satz1 BGB auch dann, wenn das Auktionshaus dem Ersteigerer auf sein Verlangen einen Condition Report übermittelt hat. Derartige Condition Reports enthalten keine abweichende Individualabrede von dem, was in Ziffer 11.1. und Ziffer 11.2. dieser Bedingungen geregelt ist und bringen lediglich die subjektive Einschätzung des Auktionshauses zum Ausdruck. Es handelt sich um einen Kundenservice, aus dem seitens des Ersteigerers von diesen Versteigerungsbedingungen abweichende oder über sie hinausgehende Zusagen nicht hergeleitet werden können.
11.4. Beanstandungen, die gegenüber dem Zustand und/oder Erhaltungszustand des Versteigerungsgutes möglich sind, finden im Auktionskatalog und einem Condition Report nur Erwähnung, wenn sie nach Einschätzung des Auktionshauses den optischen Gesamteindruck des Versteigerungsgutes deutlich beeinträchtigen. Insoweit ergibt sich aus fehlenden Hinweisen auf Reparaturen, Ergänzungen oder sonstigen Maßnahmen am Versteigerungsgut, Restaurierungen, Ausrahmungen, Beschädigungen etc. nicht, dass sich das Versteigerungsgut in objektiver Hinsicht in einem nicht zu beanstandenden Zustand befindet. Jedem Bieter steht die Möglichkeit offen, das Versteigerungsgut rechtzeitig vor der Auktion zu besichtigen und zu prüfen, vgl. Ziffer 11.1. dieser Bedingungen.

12. Haftung

12.1. Alle Angaben im Katalog oder der entsprechenden Präsentation im Internet beruhen auf den bis zum Zeitpunkt der Auktion veröffentlichten und sonst allgemein zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen und auf den Angaben des Einlieferers. Sie sind nicht Teil der vereinbarten Beschaffenheit und beinhalten auch keine Garantien im Rechtssinne. Das Auktionshaus behält sich vor, Katalogangaben über das Versteigerungsgut zu berichtigen oder Objekte zurückzuziehen. Die Berichtigung von Beschreibungen oder das Zurückziehen von Versteigerungsgut („withdrawal“) erfolgt durch schriftlichen Aushang am Ort der Versteigerung und mündlich durch den mit der Durchführung der Versteigerung betrauten Auktionator unmittelbar vor der Versteigerung. Die berichtigten Angaben treten an die Stelle der Katalogbeschreibung.
12.2. Das Auktionshaus übernimmt, soweit es für Rechnung und im Namen des Einlieferers versteigert, keine Haftung für Mängel für den Fall, dass es die ihm obliegenden Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Es erklärt sich jedoch dazu bereit, rechtzeitig vorgetragene begründete Mängelrügen innerhalb der Verjährungsfrist dem Einlieferer bekannt zu geben.
12.3. Weist der Ersteigerer, soweit das Auktionshaus in eigenem Namen auf Rechnung des Einlieferers auf Kommission versteigert, innerhalb der in Ziffer 12.6 dieser Bedingungen genannten Frist nach, dass Katalogangaben über Urheberschaft, Technik oder Signatur des Versteigerungsgutes bei Erteilung des Zuschlages unrichtig waren, so zahlt ihm das Auktionshaus im Falle seiner Rücktrittserklärung den von ihm gezahlten Gesamtpreis im Sinne von Ziffer 3.3 dieser Bedingungen zurück, wenn keine Ansprüche Dritter an dem Versteigerungsgut bestehen und es am Sitz des Auktionshauses in unverändertem Zustand zurückgegeben wird.
12.4. Die Haftung des Auktionshauses auf Schadensersatz wegen eines Mangels, aufgrund eines Verlustes, einer Beschädigung des Versteigerungsgutes oder aus sonstigen Gründen tatsächlicher oder rechtlicher Art sind ausgeschlossen. Dies gilt nicht bei Schäden an dem Versteigerungsgut des Einlieferers, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Auktionshauses oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen.
12.5. Im Übrigen haftet das Auktionshaus in allen in diesen Bedingungen angesprochenen oder sich aus gesetzlichen Vorschriften ergebenden Fällen nur bei Verletzung von Kardinalpflichten und bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit sowie bei grob fahrlässigem oder vorsätzlichem Handeln. Unter Kardinalpflichten fallen die Pflichten des Auktionshauses, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Versteigerungsvertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Ersteigerer regelmäßig vertrauen darf, worunter insbesondere die Pflichten des Auktionshauses fallen, das Versteigerungsgut zu katalogisieren, den Versteigerungsauftrag durchzuführen und das Versteigerungsgut auszuhändigen und zu übereignen. Bedient sich das Auktionshaus bei der Erfüllung seiner Verpflichtung dritter Personen, so hat es nur vorsätzliches oder grob fahrlässiges Handeln dieser Personen oder seiner selbst bei der Auswahl und Überwachung dieser Personen zu vertreten, soweit es nicht um die Haftung für die Verletzung von Kardinalpflichten und um die Haftung bei Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit handelt.
12.6. Alle etwaigen Ansprüche des Ersteigerers gegenüber dem Auktionshaus und dem Einlieferer mit Ausnahme derjenigen, die unter Ziffer 12.5. dieser Bedingungen genannt sind, verjähren nach Ablauf eines Jahres ab Aushändigung des zugeschlagenen Versteigerungsguts.

13. Nachverkauf

Innerhalb von sechs Wochen nach der Auktion kann nicht zugeschlagenes Versteigerungsgut im Wege des Nachverkaufes erworben werden. Der Interessent gibt entweder persönlich, telefonisch oder schriftlich sein Angebot mit einem bestimmten Betrag ab. Auch für dieses Angebot, dessen Annahme durch das Auktionshaus und den hierdurch zustande kommenden Vertrag finden die Bestimmungen dieser Bedingungen entsprechend Anwendung.

14. Schlussbestimmungen

14.1. Diese Versteigerungsbedingungen regeln sämtliche Beziehungen zwischen dem Ersteigerer und dem Auktionshaus sowie zwischen dem Einlieferer und dem Ersteigerer.
14.2. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den Internationalen Warenkauf (CISG) findet keine Anwendung
14.3. Verhandlungs- und Vertragssprache ist Deutsch. Beschreibungen und Schriftstücke einschließlich dieser Versteigerungsbedingungen, die in anderen Sprachen abgefasst sind, haben nur informellen Charakter und sind nicht maßgebend.
14.4. Erfüllungsort ist München. Ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Ansprüche aus dem zwischen den Parteien bestehenden Vertragsverhältnis ist München, sofern der Ersteigerer Kaufmann im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen oder juristische Person des öffentlichen Rechts ist. Der gleiche Gerichtsstand gilt, wenn der Ersteigerer keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, nach Vertragsschluss seinen Sitz oder Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort aus dem Inland verlegt oder sein Sitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. Im Übrigen ist für alle Ansprüche des Auktionshauses aus dem Vertragsverhältnis gegenüber dem Ersteigerer das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der Ersteigerer zur Zeit der Klageerhebung seinen Sitz oder Wohnsitz, in Ermangelung eines solchen seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat.
14.5. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieser Bedingungen unwirksam oder nicht durchführbar sein oder werden, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bedingungen unberührt. Die unwirksame oder nicht durchführbare Bedingung ist von den Parteien durch eine wirksame und vollziehbare Bedingung zu ersetzen, die dem mit der ursprünglichen Bedingung Gewollten am nächsten kommt.

 

 

Hampel Fine Art Auctions
GmbH & Co. KG


HRA 984 05
Pers. haftende Gesellschafterin:
Hampel Verwaltungs GmbH
HRB 196 516
Geschäftsführer:
Dipl. Kfm. Holger Hampel
Vitus Graupner

Stand Februar 2014