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Auktion vom 27.03.2009
410
Paul Honegger,
1649, Innsbrucker Hofmaler des 17. Jahrhunderts
DER TIROLER LANDESFÜRST LEOPOLD V. UND SEINE GATTIN CLAUDIA VON MEDICI IN VEREHRUNG DES “MARIA HILF”-ANDACHTSBILDES VON LUCAS CRANACH
Öl auf Leinwand.
157 x 133 cm.
Vielfigurige Darstellung, bei der es um die Übergabe des Wunder wirkenden, von Cranach gemalten Marienbildnisses an den Landesfürsten geht. Das Fürstenpaar im Vordergrund kniend wiedergegeben, gemeinsam einen Rotulus in Händen mit der Aufschrift “Kume uns zu Hylf”. Fürst Leopold mit der Ordenskette vom Goldenen Vlies, in Brokatkleidung mit Seidenmantel und weißem Kragen, nach oben blickend. Seine Gemahlin Claudia von Medici mit Spitzenkragen und Kette. Ihnen zu Füßen die Fürstenkronen mit Hermelin. Seitlich und dahinter zahlreiches Volk, dabei Hilfesuchende mit Rosenkranz und sichtbaren Gebrechen, ein Knäblein hält das von Cranach gemalte Maria Hilf-Bild in Händen, das seither verehrt wurde. Im Hintergrund Berglandschaft mit einem Flusslauf, der die Donau andeutet, mit Reitern und herbeiströmendem Volk, links eine von Priestern geführte Prozession aus den Felsen herabschreitend.
Literatur:
Sabine Weiss: Claudia de Medici. Eine italienische Prinzessin als Landesfürstin von Tirol. Dort die Erstfassung abgebildet S. 254, Entstehung des Bildes im Jahr 1630 während der Überführung des Bilds nach Wien. (732353)
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